Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Helmuth Plessner

Elemente der Metaphysik

Eine Vorlesung aus dem Wintersemester 1931/32

Cover: Elemente der Metaphysik

Akademie Verlag, Berlin 2002
ISBN-10 3050037083
ISBN-13 9783050037080
Gebunden, 196 Seiten, 64,80 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Hans-Ulrich Lessing. Mit 2 Abbildungen und 61 Skizzen. Mit dieser Edition wird erstmals eine Vorlesung aus Helmuth Plessners wissenschaftlichem Nachlaß der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das klar und übersichtlich gegliederte Kolleg Elemente der Metaphysik präsentiert in leicht verständlicher Sprache und gut nachvollziehbarer Gedankenentfaltung die Grundzüge von Plessners Anthropologie, die dieser in seinem nur schwer rezipierbaren Hauptwerk, den Stufen des Organischen und der Mensch von 1928, entwickelt hatte, und stellt sie in einen umfassenden philosophischen Kontext.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002

Im Schatten Heideggers sieht Rezensent Manfred Geier den Philosophen Helmut Plessner. Nachdem Heideggers "Sein und Zeit" 1927 für Furore gesorgt hatte, erregte Plessners philosophische Anthropologie "Die Stufen des Organischen und der Mensch" kaum noch Aufmerksamkeit, berichtet Geier. Plessners 1931/32 gehaltene, nun erschienene Vorlesung "Elemente der Metaphysik" aus dem Nachlass ist für Geier eine Reaktion auf die Herausforderung Heideggers, dessen Name zwar nur einmal genannt werde, der aber ständig präsent sei. Gemäß seiner Überzeugung, dass eine Philosophie der Existenz im Leeren hänge, wenn sie nicht naturphilosophisch im Leib und den natürlichen Lebensformen verankert werde, sucht Plessner auch in vorliegender Vorlesung menschliches Bewusstsein, und sei es noch so "exzentrisch", in der organischen Welt zu begründen, erklärt Geier. Deutlich werde die gedankliche Bewegung, die Plessner von elementaren Phänomenen des Bewusstseins zu jener 'exzentrischen Positionalität' führt, die Heideggers Metaphysik nahe zu kommen scheine. "Doch während Heidegger in seinem Philosophieren exzentrisch war", spekuliert Geier über den unterschiedlichen Erfolg der beiden Philosophen, "philosophierte Plessner nur über die Exzentrizität."

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.11.2002

In seinem philosophischen Hauptwerk "Die Stufen des Organischen" hatte Helmuth Plessner eine Anthropologie des Menschen skizziert, die dessen nur ihn auszeichnende Eigenschaft in der "exzentrischen Positionalität", mithin in seiner Fähigkeit sah, Distanz zu sich selbst zu nehmen. Die Grundgedanken des, wie der Rezensent Christian Geyer meint, passagenweise eher "dunklen Werks" finden sich nun in der aus dem Nachlass veröffentlichten Vorlesung wieder, die Plessner im Wintersemester 1931/2 hielt. "Wertvoll" findet Geyer schon das Referat der naturwissenschaftlichen Positionen der Zeit - und die Grundthese von Plessners Anthropologie werde hier zugleich ausführlicher und "prägnanter" vorgestellt als im Hauptwerk. Explizit erweise sich der Philosoph, so Geyer, zudem als das, was er "naturgemäß" immer schon war: als "Soziologe der Einsamkeit."

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren