Bücherschau der Woche
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Klappentext
Herausgegeben von Hans-Ulrich Lessing. Mit 2 Abbildungen und 61 Skizzen. Mit dieser Edition wird erstmals eine Vorlesung aus Helmuth Plessners wissenschaftlichem Nachlaß der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das klar und übersichtlich gegliederte Kolleg Elemente der Metaphysik präsentiert in leicht verständlicher Sprache und gut nachvollziehbarer Gedankenentfaltung die Grundzüge von Plessners Anthropologie, die dieser in seinem nur schwer rezipierbaren Hauptwerk, den Stufen des Organischen und der Mensch von 1928, entwickelt hatte, und stellt sie in einen umfassenden philosophischen Kontext.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002
Im Schatten Heideggers sieht Rezensent Manfred Geier den Philosophen Helmut Plessner. Nachdem Heideggers "Sein und Zeit" 1927 für Furore gesorgt hatte, erregte Plessners philosophische Anthropologie "Die Stufen des Organischen und der Mensch" kaum noch Aufmerksamkeit, berichtet Geier. Plessners 1931/32 gehaltene, nun erschienene Vorlesung "Elemente der Metaphysik" aus dem Nachlass ist für Geier eine Reaktion auf die Herausforderung Heideggers, dessen Name zwar nur einmal genannt werde, der aber ständig präsent sei. Gemäß seiner Überzeugung, dass eine Philosophie der Existenz im Leeren hänge, wenn sie nicht naturphilosophisch im Leib und den natürlichen Lebensformen verankert werde, sucht Plessner auch in vorliegender Vorlesung menschliches Bewusstsein, und sei es noch so "exzentrisch", in der organischen Welt zu begründen, erklärt Geier. Deutlich werde die gedankliche Bewegung, die Plessner von elementaren Phänomenen des Bewusstseins zu jener 'exzentrischen Positionalität' führt, die Heideggers Metaphysik nahe zu kommen scheine. "Doch während Heidegger in seinem Philosophieren exzentrisch war", spekuliert Geier über den unterschiedlichen Erfolg der beiden Philosophen, "philosophierte Plessner nur über die Exzentrizität."
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.11.2002
In seinem philosophischen Hauptwerk "Die Stufen des Organischen" hatte Helmuth Plessner eine Anthropologie des Menschen skizziert, die dessen nur ihn auszeichnende Eigenschaft in der "exzentrischen Positionalität", mithin in seiner Fähigkeit sah, Distanz zu sich selbst zu nehmen. Die Grundgedanken des, wie der Rezensent Christian Geyer meint, passagenweise eher "dunklen Werks" finden sich nun in der aus dem Nachlass veröffentlichten Vorlesung wieder, die Plessner im Wintersemester 1931/2 hielt. "Wertvoll" findet Geyer schon das Referat der naturwissenschaftlichen Positionen der Zeit - und die Grundthese von Plessners Anthropologie werde hier zugleich ausführlicher und "prägnanter" vorgestellt als im Hauptwerk. Explizit erweise sich der Philosoph, so Geyer, zudem als das, was er "naturgemäß" immer schon war: als "Soziologe der Einsamkeit."
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