Tiziano Terzani

Briefe gegen den Krieg

Cover: Briefe gegen den Krieg
Riemann Verlag, München 2002
ISBN 9783570500347
Gebunden, 220 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Die Diskussion um die Auseinandersetzung mit dem Terrorismus ist heute primär geprägt vom Machbarkeitsdenken. Verfügen die USA und ihre Verbündeten über die militärischen Mittel, um den Terrorismus niederzuringen, um die "Achse des Bösen" zu besiegen? Der langjährige Fernost-Korrespondent des "Spiegel", Tiziano Terzani, bringt eine in Vergessenheit geratene Dimension in die Diskussion. Mit seinen Briefen aus Indien, Pakistan und Afghanistan, die er in den Monaten nach dem 11. September schrieb, spricht er eine Ebene jenseits kurzsichtiger Tagespolitik an. Terzanis Plädoyer weist eindringlich darauf hin, dass der Westen letztendlich verlieren wird, wenn er für einen Sieg über den Terrorismus und die "Achse des Bösen" seine moralischen Prinzipien aufgibt. Jetzt ist der Augenblick gekommen, für die Werte einzutreten, an die wir glauben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2002

Der Spiegel-Journalist Tiziano Terzani hat seine "Briefen gegen den Krieg" vor allem gegen Oriana Fallaci geschrieben, die mit ihren "Hasstiraden" in ihrem Buch "Die Wut und der Stolz" zum Kampf gegen islamistische Terroristen aufruft, berichtet Thomas Speckmann. Zuvor hätten sich die beiden schon ein "vielbeachtetes Duell" in der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera geliefert. Für Terzani sei der 11. September vor allem Anlass, "Fragen zu stellen" und über Prävention nachzudenken. Für Terzani bedeute dass vor allem, über die eigenen Fehler nachzudenken und "Leidenschaften" wie Gier oder Eitelkeit abzulegen. Speckmann findet jedoch, dass in dem Buch ein Menschenbild entworfen und angestrebt wird, an dessen "Utopie" bereits "der Kommunismus gescheitert" sei. Er erwähnt auch, dass Terzani auf dem Himalaya lebt, während Fallaci, deren Thesen Speckmann auch nicht teilt, den 11. September immerhin hautnah miterlebt habe. Und was Terzanis "Mahnung zum Frieden" angeht, fällt dem Rezensenten vor allem auf, dass der Autor sich zwar seitenlang über die amerikanische Außenpolitik auslässt, sich zum aktuellen Vorgehen gegen den Terrorismus aber hartnäckig ausschweigt.

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