Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 11.38 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Dietmar Elger

Gerhard Richter, Maler

Biografie und Werk

Cover: Gerhard Richter, Maler

DuMont Verlag, Köln 2002
ISBN-10 3832158480
ISBN-13 9783832158484
Gebunden, 420 Seiten, 48,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Mit 100 Farb- und 60 s/w-Abbildungen. Gerhard Richter, geboren 1932, gilt heute weltweit als einer der einflussreichsten internationalen Künstler. In den vergangenen vierzig Jahren ist ein Werk entstanden, das seine herausragende aktuelle Position aus dem Dialog der Malerei mit dem mechanischen Reproduktionsmedium der Fotografie gewonnen hat. Die für sein Oeuvre charakteristische thematische Vielfalt und der stilistische Bruch erwiesen sich dabei nicht als Widerspruch, sondern lediglich als Wechsel des Blickpunktes bei dem Versuch, so Richter, sich ein Bild von dieser Welt zu machen. Für seine Darstellung hat Dietmar Elger nicht nur das publizierte Material zu Gerhard Richter ausgewertet, er erhielt auch uneingeschränkten Zugang zum Archiv und dem gesamten Schriftverkehr im Atelier des Künstlers. Vor allem aber sind in das Buch die Ergebnisse ausführlicher Gespräche mit dem Künstler sowie mehreren Zeitzeugen eingegangen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002

Recht hart geht Rezensent Holger Liebs mit Dietmar Elgers "Gerhard Richter, Maler" ins Gericht. Zwar quillt das Werk des ehemaligen Assistenten Richters laut Liebs schier über vor Fakten und Zahlen. Letztlich, so Liebs höhnisch, sei es aber doch nur den Ausführungen, Hinweisen und Archivbeiträgen des Meisters "hinterherbuchstabiert". "Das ist Hagiografie", lautet der Hauptkritikpunkt des Kritikers: Um eines roten Faden willen betreibe Egler Geschichtretusche, "um bloß keine Widersprüche offen legen zu müssen". Kunstgeschichtlich offensichtlich etwas sattelfester hält Liebs dagegen, dass Richters Kunst nicht einförmig gemacht werden wolle, da sie von sich aus widersprüchlich sei: "gleichzeitig seriell und von einzigartiger Monumentalität, abstrakt und doch immer auf andere Bilder verweisend, makellos und doch verzerrt, bisweilen intim-kontemplativ, aber auch neutral bis ins Mark." Einsichten, die dem Autor anscheinend verwehrt blieben.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.11.2002

Nichts geringeres als eine "umfassende Geschichte der deutschen Kunst der letzten fünfzig Jahre" legt Dietmar Elger mit seiner Biografie des Malers Gerhard Richter nach Ansicht von Christoph Heinrich vor. Zwar beginnt die Biografie Richters, für den Rezensenten einer "unserer produktivsten und wandelbarsten" Künstler, seines Erachtens ziemlich schwach, wird dann aber "richtig lesenswert". Elger, seit 18 Jahren in engem Kontakt dem Künstler, gelingt nicht nur eine "kenntnisreiche Darstellung" von Richters Entwicklung, sondern zugleich ein Who's who der deutschen Kunstszene nach 1945, lobt Heinrich. Er hebt hervor, dass Elger respektvolle Distanz zu seinem Gegenstand bewahre. Gegen Peter Winters "furiosen Verriss" des Buches in der FAZ, die in dem Vorwurf gipfelt, Elger habe lediglich eine "Untersuchung nach Aktenlage" vorgelegt, nimmt Heinrich den Autor in ausdrücklich Schutz. Elger liefere mehr, er analysiere die Hauptwerke, diskutiere Sekundärliteratur, sammle Stimmen zur Rezeption, und veröffentliche stille Überlegungen des Künstlers. Richter und das um ihn versammelte Personal bleiben dabei allerdings etwas blass und blutleer, hält Heinrich fest und fragt sich, ob im vorliegenden Fall eine überschaubar gegliederte Untersuchung zu einzelnen Aspekten dem Stoff nicht angemessener gewesen wäre. Doch auch wenn das Buch keine packende Lebensgeschichte sei, lese man es mit dennoch mit großem Gewinn.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren