Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Franz Josef Czernin

Voraussetzungen. Vier Dialoge

Essay Band 49

Cover: Voraussetzungen. Vier Dialoge

Droschl Verlag, Graz 2002
ISBN-10 3854206143
ISBN-13 9783854206149
Broschiert, 112 Seiten, 12,00 EUR

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Klappentext

Eine notwendige Gegenmaßnahme gegen das beliebige Plaudern über Bücher und Texte. Wenige von denen, die heute über Literatur sprechen, nehmen die Literatur so ernst und das Sprechen darüber so genau wie Franz Josef Czernin. In den Argumentationsfäden und Streitgesprächen dieses Bandes lässt er uns gewissermaßen dem Denken selbst zusehen und, gegen die Souveränität der landläufigen Bewertungen, ästhetische Urteile in ihrer Bedingtheit erkennen. In einem anderen Dialog wird überprüft, ob 'Erkenntnis durch Dichtung' wissenschaftlichen Kriterien von Erkenntnis standhält; und besonders reizvoll sind die Gespräche über poetische Metaphern und Wirklichkeit, zwischen Swedenborg (dem Geisterseher aus dem 18. Jhdt.) und dem Dichter.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.10.2002

Die vier Dialoge dieser Veröffentlichung sind als Begleitschrift zu dem Sonette-Zyklus "elemente.sonette" des österreichischen Dichters zu verstehen, in der dieser versucht, die Begriffe der vier Urprinzipien der Welt - die vier Elemente - auf die Dichtung anzuwenden, wie wir von Leopold Federmair erfahren. Der Rezensent spitzt die Ausführung des Dichters zu, indem er versucht, das Anliegen und die Ausführungen Czernins zu verstehen: "Das kleinste Teilchen des Gedichts sei mithin in der Lage, alles zu bedeuten." Ebenso wie dem Rezensenten Czernins Dichtungen nicht viel sagen konnten, sieht er auch in den Ausführungen zur Theorie der Sonette keinen wesentlichen Anhaltspunkt: Die Arbeit des Dichters konzentriere sich auf "ein Aufstülpen von Formprinzipien auf das im Prinzip unbegrenzte Wortmaterial", sie sei in ihrer Suche nach elementaren Bedeutungsmustern nicht zu fassen. Federmair vergleicht das Bemühen des Autors mit den theoretischen sprachexperimentellen Arbeiten Mauthners und Wittgensteins, vor dessen Hintergrund Czernins Arbeit aber lediglich ein Versuch der Fortsetzung der österreichischen Tradition sei. "Es wird nichts (oder alles) ausgesagt oder ausgedrückt".

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.09.2002

Der österreichische Dichter Franz Josef Czernin will mit den in diesem Band versammelten Essays den "der Poesie zugrunde liegenden inneren Gesetzmäßigkeiten" auf die Spur kommen, hat Cornelia Jentzsch erkannt und führt ihre Schlussfolgerungen in einer sehr langen Besprechung detailliert aus. Fragen über Fragen schließen sich diesem Anspruch an, denen die Rezensentin denn auch munter Platz einräumt. Die Essays Czernins jedenfalls haben, meint Jentzsch, mit "philosophischen Streitgesprächen" mehr gemein als mit "literarischen Abhandlungen". Geradezu "artistisch" wisse der Autor die Dinge auseinanderzunehmen und wieder zusammenzusetzen. Und wie ein "Spürhund" lasse er den Leser am Denken teilnehmen. Dieser Mann ist einfach, seufzt die beeindruckte Rezensentin, "ein Solitär" unter denen, die sich mit der Poesie beschäftigen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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