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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Jobst-Christian Rojahn und Hans-Ulrich Möhring. Ein mysteriöser Tod. Ein brisantes Vermächtnis. Und das Rätsel des "Double Excelsior". Mit der Raffinesse eines Schachspiels, bei dem nur ein Zug auf den anderen folgen kann, führt Stephen Carter seine Leser durch einen Plot voller Intrigen, Fragen und Fallstricke bis zum überraschenden Ende.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.10.2002
Karsten Kredel ist nicht so richtig begeistert von diesem Debütroman, für den der afroamerikanische Juraprofessor Stephen L. Carter immerhin ein Vorschusshonorar von 4,2 Millionen Dollar bekommen hat. Das große Interesse an dem Thriller begründet Kredel damit, dass der Autor zur afroamerikanischen Oberschicht gehört und damit zu einer gesellschaftlichen Gruppe, "die man bisher in realistischer Literatur lange suchen musste". Doch was dabei herausgekommen ist, beeindruckt den Rezensenten jenseits des "ethnographischen Fensters" nicht richtig. Zwar versucht Carter in seinem Buch alles unter einen Hut zu kriegen: "Thriller, Milieustudie und die Denksportaufgabe eines alles übergreifenden Schachspiels", doch das Ergebnis "bringt einen nicht um den Schlaf", findet Kredel. Zu viele unmotivierte Cliffhanger, auf deren Auflösung man zu lange warten muss, und übermäßig kalkulierte Effekte produzieren "einen Thriller in slow motion", so das Fazit des Rezensenten.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2002
Seine überwältigende Kraft erhält dieser Justiz-Thriller nach Ansicht von Rezensent Patrick Bahners durch die Einheit von Form und Motivik. Bahners Informationen zufolge wird die Geschichte von einem Beisitzer am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten erzählt, der wiederum von einem verstorbenen früheren Kollegen erzählt, der dem Sohn einen kryptischen Auftrag hinterlassen habe. Dieser Auftrag nun führt Roman und Helden in die Abgründe des amerikanischen Systems, zum CIA und dem organisierte Verbrechen. Wie jeder gute Thriller verführe er seine Leser dadurch, dass er die Konstruktion durchschimmern lasse und man sich auf einen guten Ausgang verlassen könne, schreibt der Rezensent. Autor Carter, schwarzer Rechtsprofessor in Yale, sei mit autobiografischen Betrachtungen über die Minderheitenförderung an amerikanischen Universitäten bekannt geworden, in denen er die Entfremdungserfahrungen beschrieb, die er mit dem herablassenden Wohlwollen liberaler Weißer machte. Essayistische Züge werden für den Rezensenten Bahners nun auch zum Clou von Carters erstem Roman, die dem Roman seine epische Länge gäben. Gewöhnlich fehle dem gewöhnlichen Sterblichen, den das Thriller-Arrangement zum Helden stempelte, die psychologische Plausibilität. Nun spreche der Held mit Autor Carters Stimme und hinter jeder Ecke lauerten die Dämonen Amerikas.
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