Sie handeln aus Macht- und Besitzgier, Hass oder Egoismus. Sie tun alles, um ihre Greueltaten zu vertuschen, Spuren zu verwischen ...und trotzdem, der perfekte Mord muss erst noch begangen werden. Hans Girod stellt neun höchst ungewöhnliche Todesfälle aus der DDR erstmals umfassend und neu recherchiert dar, beschreibt die akribische Arbeit der Ermittler und dringt in die Psyche der Mörder ein, die selbst hartgesottenen Polizisten die Sprache verschlagen.
Ansgar Warner bespricht einen ziemlich makabren Reportageband des "Kriminalisten mit DDR-Biografie" Hans Girod. Dieser widmet sich in seinem Buch nicht der staatlichen Gewalt, sondern privaten Schwerverbrechen, schreibt Warner. Dabei bediene sich Girod allerdings einer kuriosen Stilmischung aus "Schulmädchenreport, Kaderakte und Groschenroman". Angereichert werde das ganze mit Beschreibungen von Vorgeschichte, Tathergang, Ermittlungsarbeit und Fotos zur Illustration des Grauens. Lobend hervorgehoben werde im Vorwort die Arbeit der Volkspolizei, die teilweise mit Stasi-Methoden versuchte, die Ermittlungsarbeit der Kollegen im Westen zu übertreffen. "Nichts für schwache Nerven", warnt Warner.
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