Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Robert Schneider

Schatten

Roman

Cover: Schatten

Reclam Verlag, Leipzig 2002
ISBN-10 3379007927
ISBN-13 9783379007924
Gebunden, 210 Seiten, 18,90 EUR

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Klappentext

Nach fast 30 Jahren treffen zwei ehemalige Freundinnen einander wieder. Der Mann, um dessentwillen sie sich damals getrennt haben, ist längst tot. Aber noch immer bestimmt er das Denken und Fühlen derjenigen, die ihn nicht bekommen hat. Und sie muss der anderen eine Frage stellen, die sie seit Jahren quält... Unerbittlich lotet dieser Roman die dunkelsten Winkel der menschlichen Seele aus.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.12.2002

Eberhard Rathgeb verreißt in seiner kurzen Rezension den Erfolgsautor von "Schlafes Bruder" recht ordentlich. In diesem Buch gehe es nicht um ein musikalisches Genie, sondern um einen Dichter ohne Worte - ohne Worte, weil die Sprache "ihm und dem, was er zu sagen hatte nicht genügte". Er ist tot, aber zwei Frauen, die ihn geliebt haben, unterhalten sich über die alte Zeit. Es sei ein trauriger Roman in dem viel gelitten werde, erklärt der Rezensent und dieser Schmerz, so warnt er, springe auf den Leser über: "Denn so hartherzig und so abgebrüht sind wir nicht, dass wir an diesem Gefasel über die Liebe und deren Geheimnis und Macht nicht leiden würden, das Schneider, selbst keiner der Dichter ohne Worte, den beiden Frauen eingebrockt hat."

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.09.2002

Die selektive Auswahl und Orientierung, die ein Kritiker den Leser zu bieten hat, nimmt sich Ulrich Baron in dieser Rezension wirklich zu Herzen. Er stellt sich schützend vor den Leser, dem er die Lektüre dieses neuen Romans von Robert Schneider nicht zumuten möchte. Das Talent, das dem Autor nach dessen erfolgeichem Debüt ?Schlafes Bruder? zugeschrieben worden ist, ließe sich in seinem neuen Werk beim besten Willen nicht erkennen. Zwei alte Damen, die sich im australischen Sydney einander ihre erlebten ?Lebens- und Liebestragödien? enthüllen - zudem die Widersprüchlichkeit eines in den Geschichten auftauchenden männlichen Protagonisten. Bitter verweist Baron lediglich auf eigenwillige Lesebedürfnisse: ?Wer sich gerne in die Kelche von Stilblüten vertieft, bis ihm so ganz tiefsinnig ums Herz wird, darf sich hier auf eine reiche Ernte freuen?. Bis auf eine eventuelle Bereicherung durch die in Sydney geschilderten kulturhistorischen Ereignisse ist für Baron in diesem Roman nicht viel zu holen: Wer ?beim Lesen nicht in die Luft gehen will, der sollte sein Gemüt vor diesen Schatten bewahren?.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren