Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ana Nobre de Gusmao

Spiegel der Angst

Roman

Cover: Spiegel der Angst

Weidle Verlag, Bonn 2002
ISBN-10 3931135640
ISBN-13 9783931135645
Gebunden, 170 Seiten, 19,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Portugiesischen von Ulrich Kuntzmann. Lissabon Eine Ehefrau und Mutter, zwanghaft ordentlich und manisch ängstlich, wird von ihrem Mann verlassen, für eine Jüngere, eine Künstlerin zudem. Die Betrogene, aus der Sicherheit ihres bisherigen Daseins gestoßen, schlägt zurück. Zum Austragungsort ihrer Rache wählt die Panikerin ausgerechnet New York, den Ort, wo Chaos und Gewalt herrschen. Dorthin reist ihr Mann, ein Arzt, zu einem Kongress - mit der Neuen, und nur dort kann sie versuchen diese Beziehung zu vernichten. Sie lauert den beiden verkleidet auf, erschreckt und terrorisiert sie per Telefon Sie kennt die Ängste, die ihren Mann kaum weniger beherrschen als sie selbst. Wie eine Spinne legt sie ihr Netz über den Washington Square und hofft, dass ihre Beute sich darin verfängt.

Rezension Perlentaucher

Eine Frau ist ihrem Mann und dessen Geliebter aus Lissabon nach New York gefolgt. Sie rast vor Eifersucht. Sie will ihren Verletzer verletzen. Am Ende ist ihr Mann tot. Es macht Spaß, diesen Krimi zu lesen. Man ist schnell fertig damit. Man bewundert die Kälte, mit der er konstruiert ist. Es macht der Autorin Ana Nobre de Gusmao nichts aus, dass das Skelett der Geschichte an jeder Stelle durchscheint...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.11.2002

Der Kurzroman von Gusmao "Spiegel der Angst" komme zwar "vordergründig als Kriminalroman" daher, meint Rezensent Thomas Sträter, sei aber vielmehr ein Beziehungsdrama, in dem die "lakonisch gekonnt" dargestellte Geschichte eines Seitensprungs aus der Perspektive der Ehefrau einerseits und ein "ironischer Blick" auf die traditionellen Geschlechterbeziehungen andererseits enthalten ist, so Sträter angetan. Besonders eine Szene, in der die Protagonistin ihre Freundin im "Wasp-Milieu" in Neuengland besucht, preist der Rezensent als "meisterhafte Prosaminiatur", und von diesen scheint er mehrere gefunden zu haben.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.09.2002

Rezensent Rolf Vollmann erinnert zunächst an erfolgreiche Romane einer Marguerite Duras oder der jungen Francoise Sagan, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts mit Leichtigkeit einen bestimmten Moment und eine Zeitstimmung einfingen. Die Autorin des vorliegenden Buchs reiht sich in Vollmanns Augen in diese Tradition der Erzählungen ein, in denen "die hübsche Seifenblase einer Illusion, einer kleinen heilen Welt platzt". Ein Mann in den reifen Jahren, der seine Frau verlässt und mit einer jungen Künstlerin nach New York geht, stolpert über den hübschen Lyriker, mit dem die enttäuschte Ehefrau den beiden folgt, und der sich seiner Geliebten annähert. Die Autorin, so der Rezensent, holt alle Figuren wieder auf den Boden der nüchternen Tatsachen zurückholt, verfällt aber zu sehr in dieses "traurige Geräusch", das sich auf die Erfahrung eines Verlustes einstellt. So richtig einzuordnen weiß Vollmann diese Stimmung nicht, sie bleibt für ihn im Ungefähren.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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