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Klappentext
Mit rechten Parolen zur Inneren Sicherheit, Law-and-order-Konzepten und rassistischen Ressentiments sammelt Ronald Schill mittlerweile bundesweit Wählerstimmen und Parteimitglieder von der Mitte bis zum "rechten Rand". Andreas Speit und Marco Carini analysieren Politik, Programm und Zielsetzung Schills und seiner Partei und fragen, was sie von anderen rechten Organisationen unterscheidet.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.11.2002
Reymer Klüvers Aufnahme des Buches über den früheren Amtsrichter und heutigen Innensenator Hamburgs Ronald Schill ist zwiespältig. Wer sich über den erstaunlichen Aufstieg des Politikers informieren will, findet hier eine "Art Dokumentation", die die Karrierestationen vom Gerichtssaal bis ins Hamburger Rathaus "akribisch" und "im Detail" nachvollzieht. Ebenfalls "verdienstvoll" findet der Rezensent die Überlegungen der beiden Autoren, ob sich in der Figur Schill eine rechtspopulistische Bewegung á la Haider in Deutschland etabliert. Auch die Begeisterung, die Schill bei seinen Anhängern auslösen kann, sei "hervorragend geschildert", lobt Klüver. Enttäuschend dagegen findet er die fehlende Auseinandersetzung mit der "Persönlichkeit" des Innensenators. Der Politiker sei letztlich "viel zu bequem und politisch beschränkt", um eine wirksame Leitfigur abzugeben, meint der Rezensent, der es deshalb schade findet, dass sich die Autoren kaum mit ihr auseinandersetzen. Auch dass die Autoren "verschweigen", dass es keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass sich die Schill-Partei von einer "Protestpartei" zu einer ernstzunehmenden Regierungspartei mit einem tragfähigen Programm entwickeln würde, beklagt Klüver als Manko.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.09.2002
Sehr angetan ist Jörn Breiholz von der Darstellung des kometenhaften Aufstiegs des Ronald Schill - vom "kleinen Amtsrichter" zum umstrittenen Hamburger Innensenator. Dem Rezensenten zufolge dokumentieren Marco Carini und Andreas Speit glaubhaft und "nahezu lückenlos", wie unter Mitwirkung der Bevölkerung und auch der etablierten Parteien diese unglaubliche Eroberung der Macht durch den Rechtspopulisten möglich wurde. Breiholz zeigt sich in völligem Einvernehmen mit den Autoren, die (nur) eine Frage wohlweislich unbeantwortet lassen: Die nämlich, ob Schill nicht angesichts der bisherigen Blitzkarriere Chancen hat, mit seinen rassistischen Parolen auch auf Bundesebene politisch Fuß zu fassen.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.09.2002
Rudolf Walther hat in seiner Rezension nichts auszusetzen an der Darstellung des gegenwärtigen Hamburger Innensenators Ronald Schill. Er lobt das informative und gut recherchierte Werk der beiden Autoren. Unterteilt ist das Buch in drei Bereiche, schreibt Walther: Zum einen werden die Gründe des Aufstiegs des Populisten gesucht, der als Richter seine Reputation verspielt habe. Der zweite Teil widmet sich dem 'Phänomen Schills', und zeigt auf, wie dieser mit Hilfe der Medien den Selbstdarstellungsprozess erfolgreich vorangebracht hat. Im dritten Teil werden schließlich die besonderen 'Hamburger Verhältnisse' beleuchtet, die es nach langer 'Alleinherrschaft' der SPD ermöglicht haben, dass Schill sich mit einem einzigen Thema -der Inneren Sicherheit - an die Macht hat bringen können. Die Übereinstimmung mit den im Werk analysierten Aspekten lassen dem Rezensent Raum, sich den aktuellen Ereignissen zu widmen, mit denen der Rechtspopulist kürzlich im Deutschen Bundestag auf sich aufmerksam gemacht hat. Schill dürfte sich "mit seinem Auftritt im Bundestag für die demokratischen Parteien als Partner endgültig diskreditiert haben", hofft Walther.
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