Bücher der Saison
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Klappentext
Aus dem Schwedischen von Brigitta Kicherer. Der kleine Teufel Asmodeus wäre so gern ein richtiger Satansbraten, doch leider ist er völlig missraten; viel zu lieb und brav, befindet sein Vater, der Herrscher des Feuers und der Seufzer. Also muss der kleine Teufel sich auf der Erde bewähren und bekommt den Auftrag, einen Menschen zu verführen und seine Seele in die Unterwelt zu bringen. Doch dabei ergeht es Asmodeus wie schon manch einem seiner großen Kollegen, die stets das Böse wollen und stets das Gute schaffen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.11.2000
Heike Byn stellt auf knappem Raum fünf Kinder- und Jugendbücher vor, in denen Hexen und Teufel ihr Unwesen treiben.
1) Sandy Nightingale: "Die Hexe des Jahres"
Die Rezensentin ist begeistert von dem Bilderbuch, dessen Hauptfigur die Hexe Gruselfax ist, die es sich zum Lebensziel gesetzt hat, alles Schöne aus der Welt zu schaffen. Byn preist den "Wortwitz" der britischen Autorin und findet die Figuren "wunderbar schrill". Sie lobt die liebevollen Details und vermutet, dass an diesem Buch nicht nur die Kinder, sondern auch die Vorlesenden ihre Freude haben werden.
2) Ulf Stark/Anna Höglund: "Kleiner Teufel Asmodeus"
Sehr knapp geht die Rezensentin auf dieses Bilderbuch ein, das eine Teufelfamilie mit ihren Problemen schildert. Sie lobt den Witz der "anrührenden" Geschichte und amüsiert sich über die Bildern der Illustratorin, die "Details zum Staunen und Lachen" in ihre Illustrationen einbaut.
3) Marie Desplechin: "Endlich Hexe!"
Auch dieser Jugendroman hat es der Rezensentin angetan. Sehr knapp, aber offensichtlich begeistert, geht die Rezensentin auf dieses Buch ein, das die Probleme eines pubertierenden Hexenmädchens erzählt. Sie preist Humor und Verständnis der Schilderungen von auch unter Menschen nur allzu bekannten Probleme und lobt die französische Autorin für die Leichtigkeit, mit der sie das "ernstes Thema" behandelt.
4) Martina Dierks: "Hexengewitter"
Noch knapper bespricht Byn dieses Buch, das sich um die Errettung des "Larifarifürsten" aus der Gewalt der "Gewitterhexe" dreht. Sie ist "fasziniert" von der "überschäumenden Fantasie", die die Autorin mit ihrer Geschichte beweist und freut sich über die originellen Einfälle.
5) Walter Moers: "Ensel und Krete"
Hingerissen zeigt sich die Rezensentin in ihren kurzen Bemerkungen zu diesem "modernen Märchen", das ihrer Meinung nach für Kinder wie für Erwachsene geeignet ist. Zwar hält sie es für möglich, dass man dem Autor vorwerfen könne, er versuche, mit diesem Buch nur an den Erfolg seines "Käpt´n Blaubär"- Romans anzuknüpfen, dennoch ist sie von dem hier bewiesenen Witz und Ideenreichtum begeistert.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2000
Aus dem Schwedischen stammt dieses Büchlein vom schwierigen, stillen Sohn des Teufels, der sich träumend in seine eigene Welt zurückzieht, dann aber auf die Erde muss, um eine Prüfung zu bestehen, schreibt "L. J.". Eine Geschichte, die vom "Übergang von der Kindheit ins Jugendalter" handelt, der selbst einem kleinen Teufel bevorsteht. "L. J." erzählt eher unenthusiastisch die Geschichte nach: wie Asmodeus auf der Erde die ebenfalls vereinsamte Kristina findet, die ihm ihre Seele verspricht, wenn er ihren kranken Bruder heilt. Aber das Problem ist, dass jemand, der nur Gutes will, in der Hölle fehl am Platz ist, und Asmodeus muss sich wieder von ihr trennen, was "ihn zu einem neuen Wesen" macht, schreibt "L. J".
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