Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hildegard Müller

Lina und der Drache

(ab 4 Jahre)

Cover: Lina und der Drache

Carlsen Verlag, Hamburg 2000
ISBN-10 3551515441
ISBN-13 9783551515445
Gebunden, 32 Seiten, 12,73 EUR

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Klappentext

Der kleine grüne Drache, der bei Lina in der Schublade wohnt, ist ihr allerbester Freund. Natürlich will Lina nichts davon hören, dass er Heimweh bekommen hat und nach Hause will! Eine Geschichte um Freundschaft und Sehnsucht.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.09.2000

Ursula Sinnreich bespricht drei Bilderbücher, in denen die Begegnung mit dem "Fremden und Unbekannten" in Gestalt eines Monsters beschrieben wird:
1) Andreas und Ted Sieger: "Molly, die kleine Monsterin, schläft nicht in ihrem Bett"
Diese kleine Monsterin ist nicht zum Fürchten, versichert Sinnreich. Ihr gefällt besonders die Unordnung bei der Monsterfamilie: "tausenderlei Krimskrams", darunter ein Toaster im Bett, der niemanden stört. Dieses liebevoll "zelebrierte" Chaos könne auch gelesen werden "als ein Spiegel des unermüdlichen Einfallsreichtums einer emotional vielfältigen Innenwelt". Schade, dass das kein Satz ist, den sich eine Sechsjährige merken kann. Er wäre eine gute Entgegnung auf die Aufforderung, das Zimmer aufzuräumen.
2) Hildegard Müller: "Lina und der Drache"
Sinnreich lobt die "stimmungsvolle Atmosphäre", in der ein kleines Mädchen die erste Erfahrung mit dem Verlust eines geliebten Wesens macht. Denn sein bester Freund der Drache, hat schreckliches Heimweh und will nach Hause. Besonders gefallen der Rezensentin die Bilder aus "mehreren kreidigen Farbschichten", mit denen die Autorin/Illustratorin Bewegung und Emotion ausdrücke.
3) Eggermann/Kleeb: "Das Buchstabenmonster"
Diese "ebenso lehrreiche wie amüsante Geschichte" um ein Monster, dass alle Buchstaben auffrisst und so Sprachlosigkeit auslöst, gefällt Sinnreich besonders wegen der phantasievollen Verbindung von Text und Bild. Die "spielerische Kombination von Zeichen" lehre Kinder, dass Sprache nichts statisches ist, sondern ständig verändert werden kann. Auch das Begleitbuch lobt die Rezensentin.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren