Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.08.2002
Karl Jaspers, seit seiner "Allgemeinen Psychopathologie" von 1913 eine der bedeutendsten Autoritäten der deutschen Psychiatrie und Psychologie, war alles andere als ein Freund der Psychoanalyse. Mit jeder Auflage des Werks wurde seine Kritik schärfer. Matthias Bormuth verfolgt die Spur der Auseinandersetzung mit Freud in Jaspers' Werk und zeigt, wie er Kierkegaard und Nietzsche gegen ihn ausspielt. Zugleich versucht er aufzuzeigen, wie die Ablehnung der Psychoanalyse mit einer Orientierung in Richtung Max Webers einhergeht. Die Studie basiert auch auf einer Analyse des Nachlasses von Jaspers, die Notiz (Autor: upj) verzichtet auf jede Wertung.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Svenja Leiber: Nelka Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…