Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Wolfgang Kersting
Theorien der sozialen Gerechtigkeit
Klappentext
Dieser Band stellt die unterschiedlichen Theorien und Grundlagen der sozialen Gerechtigkeit vor, verfolgt die aktuelle Diskussion der Verteilungsgerechtigkeit bis hin zu Fragen nach Bürgereinkommen, Bürgerarbeit etc. und entwirft schließlich eine eigene Theorie politischer Solidarität.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.02.2001
Detlef Horster bespricht in einer Sammelbesprechung acht Bücher, die sich mit dem Thema Gerechtigkeit befassen und nimmt 3 Werke genauer unter die Lupe.
1. Herlinde Pauer-Studer: "Autonom leben"
Dieses Buch lobt der Rezensent dafür, auch für ein unbeschlagenes Lesepublikum "leicht lesbar" und dabei trotzdem "differenziert" und von "praktischer Relevanz" zu sein. Der Autorin gehe es darum, präzise und systematisch und in Rückbezug auf Aristoteles, Kant und John Rawl, den Begriff Gerechtigkeit zu klären, so der Rezensent angetan.
2. Wolfgang Kersting: "Theorien der sozialen Gerechtigkeit"
Ebenfalls viel Lob bekommt dieses Buch, das eingehend eine Kritik am Gleichheitsgedanken in der Diskussion um Gerechtigkeit formuliert. Der Rezensent bescheinigt es Kersting, dass er das Thema als erster "zufriedenstellend ausgearbeitet" hat. Mit seinem Buch läute er eine "neue Runde" in der Geschichte um eine "angemessene Gerechtigkeitstheorie" ein, lobt Horster. Er weist darauf hin, dass der Autor zwar "harte, aber klare Worte" wider eine entmündigende Gleichheitstheorie finde.
3. Ders.: "Politik und Recht"
Dieses Buch, das nach Horster noch einmal deutlich macht, dass Gleichheitstheorien nicht "wirklichkeitsgerecht" sind, findet ebenfalls den Zuspruch des Rezensenten. Er lobt es nicht nur, weil es ein "fundierter Einspruch" gegen die Egalitätsgedanken darstellt, sondern weil es gleichzeitig "bedenkenswerte Alternativen" anzubieten hat.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.10.2000
Ein Verriss von Hauke Brunkhorst! Verärgert notiert der Rezensent, dass nach den ersten 300 Seiten "hate parade" gegen die neoliberalen John Rawls, Ronald Dworkin und Thomas Nagel und weiteren 50 der Kritik am "dreisten Kantianer", so der Autor, Robert Nozik nur zwei "sehr dürftige Kapitel" Eigenentwurf stehen, die als "Paradigmenwechsel" angekündigt werden - und sich als "Flop" erweisen. Kernpunkt der Kritik am Autor ist für Brunkhorst weniger sein Vorgehen selbst, das die Argumente des Gegners schon in der Darstellung schwächt, sondern sein "Beiseiteschieben" des Rechts als entscheidende Kategorie und Zähmung neoliberaler Argumentation. Kerstings eigene Vorstellungen, so Brunkhorst, sind schwach und lassen wenig politisches Verständnis erkennen. Wer und wie, fragt Brunkhorst, soll beispielsweise eine "offensive Beschäftigungspolitik" machen? Verblüffend und wohl eher als peinlich und lächerlich empfindet der Rezensent die ex cathedra Attitüde des Autors.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.08.2000
Michael Schefczyk hat dem Buch vieles vorzuwerfen und findet kaum ein gutes Haar daran. Er mokiert sich über die "heißgelaufene Rhetorik" des Textes, die seiner Ansicht nach eine differenzierende Untersuchung des Themas ausschließt und ärgert sich wiederholt über die unbestimmten Schlagwörter, mit denen der Autor seine Ausführungen instrumentiere. Damit gewinne das Buch den Ton der "politisches Stimmungsmache", das einem politikphilosophischen Text durchaus nicht angemessen sei, so der verstimmte Rezensent.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







