Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Jobs
Historische Tage
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben von Rainer Nitsche. In diesem Band werden Artikel vorgestellt, die Haffner von 1950 bis 1961 im britischen "Observer" veröffentlicht hat. Er schreibt über Fragen, die bis heute von Bedeutung sind: Wiederbewaffnung oder Neutralität; den kalten Krieg und seine eiskalten Folgen; das Verhältnis der Deutschen zu Israel; Neo-Nazis und politische Gleichgültigkeit; den 17. Juni und die Krisen der DDR bis zum Mauerbau. Dazu Porträts, unter adnererm über Adenauer, Ulbricht, Ernst Reuter, Bertolt Brecht und Otto Hahn.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.09.2002
Zum ersten Mal lassen sich nun auch auf Deutsch Artikel des Journalisten und Publizisten Sebastian Haffner nachlesen, die der 1999 verstorbene Autor zwischen 1950 und 61 im Londoner "Observer" veröffentlicht hatte, freut sich der Rezensent mit dem Kürzel "de". Die für den Rezensenten zeitlosen Betrachtungen und Beobachtungen Haffners sind ohne Zweifel lesenswert, wenngleich der Autor doch in seinen Annahmen hier und da geirrt hatte, meint "de". So habe Haffner die Widerstandskraft der DDR-Bürger in jenen Jahren deutlich überschätzt. Nach dem 17. Juni 1953 sei diese nämlich für Jahrzehnte gebrochen gewesen, meint der Rezensent überzeugt. Sehr schön findet er Haffners 1960 vorgebrachte "originelle" Idee, die DDR in einen "freien Staat Preußen" umzuwandeln. Den Plan selbst hatte Haffner mit einer "meisterlichen" Strategie unterfüttert, doch sei seinen Ausführungen auch anzumerken, dass er nicht wirklich davon überzeugt war, Moskau für diese Idee begeistern zu können, berichtet der Rezensent.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.06.2002
Der von Rainer Nitsche herausgegebene Band enthält dreißig Kommentare und Berichte sowie Kurzporträts deutscher Persönlichkeiten, informiert Rezensent Jürgen Peter Schmied. Fast immer erweise sich Haffner als ein Journalist mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Doch seine Beiträge zeigten auch, wie drastisch Haffner seine Ansichten wechselte. Was er in seinen hier versammelten "Observer"-Artikeln in den fünfziger Jahren über Adenauer, Ulbricht oder die USA geschrieben habe, sei "beinahe das Gegenteil" von dem, was er ab 1963 in einer sogenannten "linken Phase" geäußert habe.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Bücher von Lesern empfohlen
Patricia B. McConnell: Das andere Ende der Leine
Aus dem Englischen von Gisela Rau. Dies ist eigentlich kein Buch über Hundeerziehung, sondern eines über ...
Michael Stolleis: Sozialistische Gesetzlichkeit
Dieses Buch bietet eine erste Gesamtdarstellung der Staats-, Verwaltungs- und Völkerrechtslehre in der DDR. ...
Archiv: Bücherschauen
Vexierspielkünstler
20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


Folgen Sie uns auf Twitter


