Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gabor Steingart

Die stumme Prinzessin

Ein Leben in Deutschland

Cover: Die stumme Prinzessin

List Verlag, München 2002
ISBN-10 3471788271
ISBN-13 9783471788271
Gebunden, 206 Seiten, 18,00 EUR

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Klappentext

Mit 16 farbigen Abbildungen. Taubstumm seit ihrer Geburt, mit den Eltern vor zwei Jahren unter abenteuerlichen Umständen aus ihrer Heimat Montenegro geflüchtet, wächst die elfjährige Danijela in einer deutschen Großstadt unter schier unvorstellbaren Bedingungen auf. In ihrer Siedlung türmt sich der Müll, Kakerlaken bevölkern die Wohnungen, Menschen werden dem Tod überlassen - und die zuständigen Behörden verschließen bewusst die Augen: Danijela lebt in einem Slum mitten in Deutschland. Die wahre Geschichte eines kleinen Mädchens zwischen Armut und Hoffnung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.05.2002

Mit der Geschichte des Roma-Mädchens Danijela aus Montenegro, das mit seinen Eltern und Geschwistern über Italien nach Deutschland flüchtet und in einem Slumgebiet mitten in Hamburg strandet, hat sich der Spiegel-Redakteur Gabor Steingart nach Meinung des mit "ck" kürzelnden Rezensenten ein "schwieriges Projekt" vorgenommen, auf das er "sehr viel Mühe" verwendet hat. Herausgekommen ist zum Bedauern des Rezensenten ein "gutgemeintes, aber verunglücktes Buch". Steingarts Entscheidung, die Geschichte aus der Sicht des Mädchens zu erzählen, hält der Rezensent für äußerst problematisch. Den Leser verlässt seines Erachtens so niemals das unangenehme Gefühl "einer gewissen Anmaßung des Autors, der da über das Innere eines Menschen verfügt." Die Sprache, derer sich der Autor bedient - er muss die Sprache eines elfjährigen Mädchens imitieren - kann den Rezensenten nicht überzeugen, empfindet er sie doch als "blumig" und "sehr klischeereich". Fazit des Rezensenten: Der "politische Journalist Steingart hat sich mit der literarischen Form überhoben".

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