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Herman Grimm, Jacob Grimm, Wilhelm Grimm
Werke und Briefwechsel: Kasseler Ausgabe: Briefwechsel mit Ludwig Hassenpflug, Band 2
Klappentext
Herausgegeben von Ewald Grothe.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.04.2002
Hans-Albrecht Koch ist verärgert: Nicht nur, dass die "Kasseler Ausgabe", herausgegeben vom Leiter des Kasseler Brüder-Grimm-Museums, Bernhard Lauer, sorgfältigen editorischen Ansprüchen nicht genügt, sondern der Alleingang der Kasseler und die Abgrenzung von einer anderen Edition, die im Stuttgarter Hirzel-Velag erscheint, stößt dem Rezensenten sauer auf. Zwei Bände mit Briefwechseln - einmal mit dem Literatur- und Kunsthistoriker Herman Grimm, dem Sohn von Wilhelm Grimm und zum anderen mit dem Juristen und Politiker Ludwig Hassenpflug, der in erster Ehe mit Charlotte Grimm, einer Schwester von Jakob und Ludwig - haben die Kasseler nun herausgeben, denen Koch kaum etwas abgewinnen kann. Die Inhalte dieser Korrespondenz seien weitgehend belanglos, findet der Rezensent, "Editionsprinzipien" würden dem Leser gerade mal im ersten Band mitgeteilt, kommentierende Fußnoten bewegten sich oft im Bereich des "Trivialen", mäkelt Koch. Und dann beschäftigt den Rezensenten noch das "Bedürfnis nach Zerwürfnis" der "Kasseler", die mit einer Berliner Gruppe einen Rechtsstreit über ihren Alleinanspruch auf den Namen "Grimm-Gesellschaft" ausgefochten hatten, in dessen Folge sich die Berliner in "Grimm-Sozietät" umbenannten, informiert der Rezensent. Deren Grimm-Edition im Hirzel-Velag findet Koch wesentlich sorgfältiger, hofft aber, dass sich die Kontrahenten zum Wohl der Wissenschaft doch noch auf eine Zusammenarbeit einigen können.
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