Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.04.2002
Rezensent Jürgen Elvert fand in den kurzen Lebens- und Werksskizzen der Persönlichkeiten dieses Buches viele lesens- und bedenkenswerte Texte, einige 'Sternstunden' seien sogar dabei. Dennoch findet er den Anspruch, mit den ausgewählten Personen verschiedene Epochen des 20. Jahrhundert repräsentativ abzubilden, problematisch, da so das "Wirken anderer" zwangsläufig geschmälert werde. Selbst die Vierteilung des Jahrhunderts warf bei ihm Fragen auf - und war nicht auch Hitler im Deutschland der Zwischenkriegszeit eine "repräsentative Person"? Der Autor habe sein "Pantheon" geschaffen und "einer größeren Leserschaft geöffnet", ohne das politische Rätsel Deutschland zu lösen, resümiert Elvert angetan und doch enttäuscht.
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