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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Martin Mumme

Strategien Auswärtiger Bewusstseinspolitik

Von der Macht der Ideen in der Politik

Cover: Strategien Auswärtiger Bewusstseinspolitik

Königshausen und Neumann Verlag, Würzburg 2006
ISBN-10 3826032977
ISBN-13 9783826032974
Gebunden, 209 Seiten, 19,80 EUR

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Klappentext

Es geht um die Macht der Ideen in der Politik und in diesem Kontext um Auswärtige Bewusstseinspolitik als eine Form der Außenpolitik, die darauf zielt, Ideen und Denkansätze anderer Völker zu beeinflussen. Der Autor weist nach, daß mit Auswärtiger Bewusstseinspolitik in der Vergangenheit bei sehr geringem Kostenaufwand Erfolge erzielt wurden, die alles in den Schatten stellten, was mit konventioneller Politik zu erreichen war. Und dass sich solche Erfolge auch in der Gegenwart erzielen lassen. Als Beleg hierfür führt er an: Die Beeinflussung der kambodschanischen Revolution durch französische linke Soziologen, die Erfolge der alliierten Propaganda im Ersten Weltkrieg, die auswärtige Bewusstseinspolitik der Wahabiten und der Regierungen Israels. Der Verfasser führt die Abneigung deutscher Politiker, sich auf Auswärtige Bewusstseinspolitik einzulassen, auf eine weit in die deutsche Geschichte zurückreichende Tradition zurück, Geist und Macht in der Politik voneinander getrennt zu halten. Die deutsche Auswärtige Kulturpolitik beschreibt er als eine Variante von Bewusstseinspolitik und begründet, warum sie bisher politisch und gesellschaftlich weitgehend wirkungslos geblieben ist. Ihre Strukturen müssten grundlegend verändert werden und das gelte nicht nur für die deutsche Auswärtige Kulturpolitik, sondern auch für die deutschen Kulturinstitute. Zu den Gründen für die geringe Effizienz der deutschen Auswärtigen Bewusstseinspolitik zählt der Autor, daß die dafür verantwortlichen deutschen Politiker hierfür bisher keine Strategie hätten. Eine solche Strategie könne man aus den Erfahrungen der Geschichte jedoch entwickeln.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2006

Rainer Pommerin bemüht sich, dem Autor sein Plädoyer für eine "Auswärtige Bewusstseinspolitik" nicht gleich um die Ohren zu hauen. Die Beispiele, mit denen Martin Mumme hantiert, findet er abschreckend bis geschmacklos. Wer den Erfolg politischer Beeinflussung anderer Völker mit der Schreckensherrschaft der Roten Khmer oder der britischen Propaganda im Ersten Weltkrieg illustriert, so gibt Pommerin zu verstehen, der hat etwas nicht richtig begriffen. Dass der "Hobby-Historiker" Mumme einige Mängel in der Auswärtigen Kulturpolitik durchaus "richtig erkannt" hat, fällt für den Rezensenten da kaum ins Gewicht.

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