Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Zur Lage der Nation

Leitgedanken für eine Politik der Berliner Republik

Cover: Zur Lage der Nation

Rowohlt Verlag, Berlin 2001
ISBN-10 3871344370
ISBN-13 9783871344374
Kartoniert, 272 Seiten, 9,92 EUR

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Klappentext

Herausgegeben vom Willy-Brandt-Kreis. Zur Lage der Nation - so hieß der Bericht, den Bundeskanzler Willy Brandt jährlich zur Diskussion im Deutschen Bundestag vorgestellt hat. Heute gilt es, den Anspruch, der mit dem Namen Willy Brandt verbunden ist, neu zu bestimmen. Zu diesem Zweck hat sich der Willy Brandt Kreis gegründet, zu dem u.a. Egon Bahr, Peter Bender und Günter Grass gehören. Die siebzehn Autoren analysieren die Defizite und Gefahren einer Nation, die zwar nicht mehr geteilt, aber auch nicht wirklich "zusammengewachsen" ist. Sie kritisieren eine Gesellschaft, die technologische Entwicklung, Kapital und Globalisierung über den Menschen stellt. Sie warnen vor einer außenpolitischen Entwicklung, die Europa und Deutschland nur die Wahl zwischen fortwährender Abhängigkeit von den USA und einem Rüstungswettlauf lässt. Und sie beschreiben Alternativen für die Politik im 21. Jahrhundert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2001

Werner Link bezweifelt, ob Willy Brandt mit dem, was die Mitglieder des nach ihm benannten Kreises in seinem Namen postulieren, einverstanden gewesen wäre - er selbst ist es jedenfalls nicht. Mitglieder des Kreises, Personen aus Politik, Kultur und Wissenschaft, seien unter anderem Peter Brandt, Hans Misselwitz, Daniela Dahn, Manfred Uschner, Günter Grass, Egon Bahr und der Friedensforscher Dieter S. Lutz, der auch die Einleitung zu dem Buch schrieb, das der Rezensent gerne in "Zur Schieflage der Nation aus Sicht linker Sozialdemokraten" umbenennen würde. Er meint, die Sicht der Autoren auf die Realität sei "verzerrt" und sie ergingen sich in "sozialistischer Nostalgie". Der einzige Beitrag, dem der Rezensent etwas abgewinnen kann, ist der Egon Bahrs, der für ein "starkes Europa als Gegengewicht zu den Vereinigten Staaten" plädiere. Seine Überlegungen hält Link immerhin für "bedenkenswert".

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.10.2001

Für Konrad Watrin ist dies eine "umfassende Standortbestimmung nach einem Jahrzehnt der Einheit": 17 Autoren aus sozialdemokratischem Dunstkreis, unter ihnen Christa Wolf, Oskar Negt und Egon Bahr, schreiben über "Europa nach Maastricht", Biomedizin, die New Economy - und natürlich über die deutsche Einheit. Hierzu liest der Rezensent jedoch schwer verdauliches: Arbeitsplatzverluste werden als "schwerste Katastrophe der ostdeutschen Wirtschaftsgeschichte" ausgewiesen, ostdeutsche Belange müssten stärkere Beachtung finden, schließlich seien "Ostdeutsche doch zwangsläufig in der Minderheit". Dass der Umzug des Parlaments von Bonn nach Berlin als "einzige Veränderung von historischem Rang" dargestellt wird, gefällt Watrin überhaupt nicht. Insgesamt beklagt er zuviel Gejammer beim Rückblick auf "Lasten und Kränkungen", die sich aus der deutschen Vereinigung ergeben hätten.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren