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Wetterleuchten
Künstler-Manifeste des 20. Jahrhunderts
Klappentext
Russische Futuristen, italienische Futuristen, europäische Dadaisten und Surrealisten, die polnische und rumänische Avantgarde, skandinavische Positionen der COBRA, Lettristen, Situationisten und Neue Realisten, feministische Brückenköpfe, individuelle Standpunkte eines Pechstein, Franz Marc, Duchamp oder Beuys markieren das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft eines ganzen Jahrhunderts. Mit Provokationen, Agitprop, Empfindsamkeit, Spott und pragmatischen Forderungen versuchen die Künstler, ihre eigene Freiheit und die der Gesellschaft zu vergrößern und die Wünsche und Begierden im großen Reich der schöpferischen Möglichkeiten zu realisieren. So entsteht anhand der ausgewählten Manifeste eine Skizze des 20. Jahrhunderts Fixsterne und Anzeichen einer befreiten Kreativität.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.01.2001
Der Rezensent mit dem Kürzel "sks" hat es sich mit seiner Kritik hier wirklich leicht gemacht. "Wetterleuchten", eine Sammlung von künstlerischen Manifesten aus dem 20. Jahrhundert, versammle alles das, was Futuristen, Lettristen und Situationisten zu den großen Umbrüchen des letzten Jahrhunderts beizutragen hatten, informiert "sks". Und das war`s, denn ansonsten beschränkt er sich darauf, eine ganze Reihe von aus dem Zusammenhang gerissenen Parolen (deren bekannteste wohl die von Joseph Beuys - "Jeder Mensch ist ein Künstler..." - sein dürfte) aneinanderzureihen.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.08.2000
?Eine bizarre Lehrstunde der Geistesgeschichte? erwartet den Leser dieses Buchs, so Elke Schmitter. Folgt man ihren Beschreibungen, so hat der Leser mit so manchem Fund aus dem Kuriositätenkabinett zu rechnen - Manifeste von Künstlern, Gewerkschaftlern, ?permanenten Revolutionären, alten Kindern und bewegten Frauen?. Und so wird der Leser anhand mehrerer unterhaltsamer Beispiele daran erinnert, was es ist, das ein wahres Manifest ausmacht - egal ob es von Chlebnikov, Trotzki, Breton oder Duchamp stammt. Schmitter stellt fest, dass Manifeste in Friedenszeiten ?keineswegs sanfter? und ältere Protestierer ?nicht leiser, nur rauer? sind. Der Unterhaltungswert dieser Schriften scheint für die Rezensentin gerade in ihrer absoluten Humorlosigkeit und dem übertriebenen Pathos zu liegen. Dass die Welt eines Tages unter einer Manifest-Knappheit leiden könnte, befürchtet Schmitter nicht im Geringsten: ?Es wird immer wieder neue geben?
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