"gedächtnisschleifen" - in lockeren Schlaufen, kreisenden Bewegungen werden Materialien der Erinnerung zusammengetragen; sie stammen oft von weither, aus der Nachkriegszeit, aus der Kindheit, oder von ganz nahe, aus unserem Körper, unserem Wünschen. Die Wörter sind vieldeutig, sie werden aufgebrochen und angekratzt, bis sie auf irritierende, verführerische Art zu schillern anfangen und sich zum Hauptthema des Bandes fügen: Es heißt Abschied und Erinnerung, Ende und Anfang der Liebe.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…