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Rosine DeDijn
Des Kaisers Frauen
Auf den Spuren Karls V. von Flandern durch Deutschland bis in die Estremadura
Klappentext
Die Autorin begibt sich auf die Spuren des habsburgischen Kaisers, der während seiner 37 Regierungsjahre fast zehn Jahre auf Reisen war, und stößt an allen Ecken und Enden auf Frauen, die sein Leben und seine Regierungszeit geprägt haben: die Großmutter Maria von Burgund, die Tante Margarete von Österreich, die Mutter Johanna die Wahnsinnige, die Schwester Maria von Ungarn, die uneheliche Tochter Margarete von Parma, die Regensburger Geliebte Barbara Blomberg, die Ehefrau Isabella von Portugal. "Des Kaisers Frauen" ist eine europäische Entdeckungsreise in das Zeitalter der Reformation.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 24.02.2000
Friedrich Prinz bespricht das Buch zusammen mit "Karl V." von Alfred Kohler (Verlag C.H. Beck), "Kaiser Karl v." von Ernst Schulin (Verlag W. Kohlhammer), "Taschenlexikon Karl V." (Piper Verlag), "Karl V." von Manuel Fernandez Alvarez (W. Heyne Verlag) und "Karl V." von Sigrid-Maria Grössing (Amalthea
Verlag).
1) Alfred Kohler: "Karl V."
Hierbei handelt es sich nach Ansicht des Rezensenten um eine "gehaltvolle, höchst konzentriert geschriebene Biografie". Prinz hebt den wissenschaftlichen Charakter des Werks hervor, lobt den Verzicht auf alle Psychologisierung und streicht heraus, wie kenntnisreich Kohler zunächst den Forschungsstand referiert. Es habe zwei Schulen bei der Betrachtung des Kaisers gegeben, eine "süd-" und eine "mitteleuropäische". Prinz gefällt es, wie Kohler diese beiden Stränge zusammenführt und "die jeweiligen Problemfelder klar auf den Punkt" bringt. Trotz des Verzichts auf alle romanhafte Identifikation werde auch die Person des Kaisers - seine Familienpolitik, sein Verhältnis zu Frauen, seine Religiosität - klar umrissen.
2) Ernst Schulin: "Kaiser Karl V."
Prinz lobt die Knappheit und den sehr informativen Gehalt des Buchs, fragt sich aber, wie sinnvoll es ist, den Weg des Kaisers dreimal zu erzählen, nämlich je nach den Regionen, um die es in den einzelnen Kapiteln geht. Die Illustrationen des Bandes finden Prinz` Lob.
3) Friedemann Bedürftig: "Taschenlexikon Karl V."
Auch diesen Band lobt Prinz in einer kurzen Bemerkung als informativ und weist vor allem auf die Kurzbiografien hin. Seine Grenzen zeige das Genre des Lexikons allerdings, wenn es um Personen wie Luther gehe, die in einem solchen Rahmen nicht angemessen gewürdigt werden könnten.
4) Manuel Fernandez Alvarez: "Karl V."
Anders als Kohler oder Schulin, so Prinz, wendet sich Alvarez an ein breiteres Pubikum. Dabei konzentriere sich der Autor ganz auf die Person des Herrschers.
5) Sigrid-Maria Grössing: "Karl V."
Auch Grössing schreibe romanhafter, dabei gehe es aber auch um die Familie Karls V.. "Unterhaltend".
6) Rosine DeDijn: "Des Kaisers Frauen"
Diesen Band scheint Prinz unter den eher populären Büchern über Karl V. vorzuziehen als eine Art farbenfrohe Reise, wobei Flandern, der Region der Hauptautorin des Bandes, besonderes Gewicht zukomme. "Üppig" sei der Band durch die vielen Farbillustratioen und bilde damit quasi einen "Gegenpol des streng wissenschaftlichen Werkes von Alfred Kohler".
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