Philip Marchand

Marshall McLuhan

Botschafter der Medien. Biografie
Cover: Marshall McLuhan
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 1999
ISBN 9783421053060
Gebunden, 430 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

Die einen sahen in ihm das Orakel des elektronischen Zeitalters; andere taten ihn als Scharlatan ab; mit schöner Regelmäßigkeit jedoch werden viele seiner Voraussagen wahr. Unmöglich können wir Wendungen McLuhans wie "Das Medium ist die Botschaft" oder "Global Village" ignorieren, wenn wir auf dem Internet surfen oder MTV einschalten. Sein Genie bestand darin, derartige kulturelle Umwälzungen vorauszusehen. Die preisgekrönte Biografie von Philip Marchand, mit einem Vorwort von Neil Postman, zeichnet den Lebensweg und die Einsichten von McLuhan nach.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.05.2000

Ein rechtes, womöglich dem Leben des Biografierten durchaus kongeniales, Durcheinander scheint, dieser kurzen Besprechung zufolge, Philip Marchands Biografie des Medientheoretikers Marshall McLuhan. Ebenso kongenial wäre dann diese Rezension des Filmkritikers Fritz Göttler, der in erster Linie zu entnehmen ist, dass Marshall McLuhan in seinem Leben nur einen einzigen Film bis zum Ende angesehen hat: Laurence Oliviers "Henry V.".

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999

In einer Doppelrezension, in der Bernhard Dotzler Stephan Füssels "Gutenberg und seine Wirkung" (Insel-Verlag) und die "Große Medienchronik" (Fink-Verlag) von Hans H. Hiebel, Heinz Hiebler, Karl Kogler und Herwig Waltisch bespricht, befasst sich Dotzler einleitend mit dem Leben und den Thesen des Medienwissenschaftlers McLuhan.
1) "Marshall McLuhan:
Auf die jüngst auf deutsch erschienene Ausgabe von Philip Marchands McLuhan-Biografie geht Dotzler nicht detailliert ein, erwähnt sie allerdings als "bewährt" und hält sie augenscheinlich für empfehlenswert, um die Bedeutung der beiden anderen besprochenen Bücher besser erfassen zu können. In seiner Rezension beschäftigt sich Dotzler vergleichsweise intensiv mit dem Leben und den Thesen McLuhans, so dass Marchands Biografie als eine indirekte Empfehlung gelten kann.
2) "Gutenberg und seine Wirkung":
Der Titel "Gutenberg und seine Wirkung" klingt vielversprechend, findet Dotzler und ist dann doch enttäuscht. Füssel beschränke sich vorwiegend auf das Leben Gutenbergs sowie auf das gedruckte Buch, die Buchdruckerkunst und die Folgen für die Allgemeinbildung, den Humanismus, die Reformation etc.. Die neuen Medien würden leider kaum erwähnt. Füssels Fleiss und die äusserliche Gestaltung und Bebilderung des Buches weiß Dotzler allerdings durchaus zu schätzen.
3) "Große Medienchronik":
Dieses "Buch" ist laut Dotzler als ein medienwissenschaftliches Nachschlagewerk zu betrachten. Zwar zeigt er sich nicht begeistert von der unbebilderten Tabellenform und der Beschränkung auf eine Anhäufung von Daten, räumt aber durchaus die Nützlichkeit dieser Chronik ein. Immerhin sei es die "gewichtigste Neuerscheinung zu den von McLuhan abgesteckten Claims", in der die Medienentwicklung von den "allerersten Schriftzeichen bis zum jüngsten Miniaturisierungserfolg des Ein-Elektron-Transistors" dargestellt werde. Allerdings diagnostiziert Dotzler bei diesem Band das Fehlen eigener Analysen, einige historische Nachlässigkeiten und zahlreiche Fehler in den Registern bezüglich der Seitenzahlen.
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