Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michael Müller

Von Charlottenburg zum Central Park West

Henry Lowenfeld und die Psychoanalyse in Berlin, Prag und New York

Cover: Von Charlottenburg zum Central Park West

Verlagsabteilung der Sigmund-Freud-Buchhandlung, Frankfurt am Main 2000
ISBN-10 3980531759
ISBN-13 9783980531757
Gebunden, 320 Seiten, 24,54 EUR

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Klappentext

Die hier vorliegende Monografie widmet sich dem Leben und den Veröffentlichungen des jüdischen Psychoanalytikers Henry Lowenfeld (1900-1985). Die Lebensstationen des in Berlin Geborenen kennzeichnen Meilensteine in der Geschichte der Psychoanalyse: Das Berliner Psychoanalytische Institut in der Weimarer Republik, die Prager psychoanalytische Studiengruppe unter der Leitung des Freudomarxisten Otto Fenichel in der Dekade danach, und das New Yorker Psychoanalytische Institut ab den vierziger Jahren. Wie Alexander Mitscherlich in Deutschland, wird Lowenfeld in der "Studentenbewegung" zum scharfen Kritiker der Auffassung seines ehemaligen Freundes Herbert Marcuse. In bezug auf sein Interesse an Phänomenen wie "Scham" war Lowenfeld als Psychoanalytiker seiner Zeit weit voraus.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.01.2002

Sabine Richebächer gefällt diese Biografie des Psychoanalytikers Henry Lowenfeld. Denn Biograf Thomas Müller zeichne nicht nur die "historisch-politische" Dimension der Zeit nach. Während er Lowenfelds Flucht vor den Nazis von Berlin über die Schweiz, Paris, Prag und schließlich in die USA nacherzähle, stelle er gleichzeitig auch die wichtigsten "Zentren" der Psychoanalyse vor, lobt die Rezensentin. Sie streicht es als "besonderes Verdienst" des Autors heraus, dass der Leser sowohl über die alltäglichen Sorgen im Exil - Papiere, Arbeit, Geld - informiert wird als auch über die s von den besonderen Bedingungen des Exils erfährt, als auch die nicht gerade einfachen Arbeitsbedingungen unter den "alteingesessenen" Psychoanalytikern in Amerika, die ganz andere Vorstellungen davon hatten als Lowenfeld, "was Psychoanalyse eigentlich sei".

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.05.2000

Bereits der ellenlange Titel des Buches verrät die verschiedenen Stationen im Leben des jüdischen Psychoanalytikers Heinrich Lowenfelt - die wiederum diese Rezension strukturieren. Löwenfeld hatte zu jenen Berlinern Theoretikern gehört, die nach 1933 Deutschland verlassen mussten und über die üblichen Zwischenstationen nach Amerika gelangt sind: von Berlin, über Prag bis nach New York. Das Buch von Thomas Müller, eine "deskriptive Sozialbiografie", sei einerseits als "Personalbiografie", andererseits als "Beitrag" zur Geschichte der Psychoanalyse" zu lesen, so Rezensent Friemann Kluge. In Berlin gehörte Löwenfeld dem Kreis um Otto Fenichel an, wurde im Exil Mitglied der Prager Psychoanalyitschen Studiengruppe, in New York schloß er sich dem Psychoanalytischen Institut an. Er sei Freud immer treu geblieben - auch in den amerikanischen Zeiten. Die Rückkehr nach Deutschland - trotz Freundschaft mit dem Mitscherlich-Paar - sei ausgeblieben.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren