Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Mensch sucht Sinn
Fünf Erlebnisse mit den Weltreligionen (Ab 13 Jahre)
Klappentext
Von Ghazi Abdel-Qadir, Vanamali Gunturu, Hanna Jansen, Judith Klein und Sybil Rosen. Mit Illustrationen von Eva Schöffmann-Davidov. Bekannte und neue Autoren versetzen sich in fünf Erzählungen zu den Weltreligionen (Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum) in Jugendliche hinein, die sich ihrer eigenen Religion wieder oder zum ersten Mal annähern. Unterhaltsam und eindringlich, mitreißend, und kenntnisreich erzählen sie von dem besonderen Kern der jeweiligen Religion, ohne das Verbindende der Weltreligionen aus dem Blick zu verlieren.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2004
Rezensent Wilhelm Graf hat einiges auszusetzen an diesem Jugendbuch, dass über die fünf Weltreligionen informieren will. Besonders stört ihn, dass die Texte, die Kindern unterschiedliche religiöse Traditionen nahebringen sollen, in einem "besonders flachen, trivialen Deutsch" verfasst worden sind. Doch auch inhaltlich erfüllen die Texte "von höchst unterschiedlicher Qualität" die Erwartungen des Rezensenten kaum. Als besonders ärgerlich beschreibt er die Zeigefingerpädagogik des Textes über das Christentum. Die Beiträge zu Hinduismus und Judentum ließen ihn einfach nur ratlos zurück. Insgesamt bezweifelt er, dass jugendlichen Leser die Lektüre ein tieferes Verständnis für das Phänomen Religion verschafft.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.08.2004
Der Rezensent Alexander Kissler freut sich über dieses Buch, das - anders als der Buchtitel vermuten ließe - keine systematische Einführung in das Wesen der fünf Weltreligionen gibt, sondern "subjektiven Geschichten" erzählt. Nur eine der Protagonistin hat von sich aus ein religiöses Interesse, die anderen werden durch Erlebnisse an die Religionen herangeführt. Die "stilistisch einfallsreichste" ist nach Meinung des Rezensenten die "klassische Bekehrungsgeschichte", in der aggressiv durchs Leben laufende Simon in der Kirche landet und dort einen Moment der Erkenntnis hat. Über das Christentum selbst erfährt man aber zum Bedauern des Rezensenten wenig. Dafür gibt es eine Menge über den Hinduismus und den Buddhismus zu lernen. Das einzige Minus des Buches ist das "manchmal nachlässige Lektorat".
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