Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Malachy McCourt

Der Junge aus Limerick

Erinnerungen

Cover: Der Junge aus Limerick

Argon Verlag, Berlin 1999
ISBN-10 3870244909
ISBN-13 9783870244903
Gebunden, 331 Seiten, 19,43 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Claudia Feldmann. Malachy McCourt verläßt 1952 Limerick, den Ort seiner Kindheit und den Ort der Armut und Entbehrung. Auf dem Zwischendeck der "Amerika" bricht er auf nach New York. Der Wille, nie wieder Hunger leiden zu müssen, treibt ihn voran. Scheinbar für immer entflieht Malachy dem jähzornigen und alkoholkranken Vater und den Erniedrigungen seiner Mutter Angela.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2000

Malachy McCourt, meint Rezensentin Sabine Brandt, ist gar "kein Schriftsteller im klassischen Sinne, sondern ein Schauspieler mit großer Schreib- und Mitteilungslust". Und sinniert weiter: "vielleicht ist es der Ire in ihm, der hemmungslos plaudert", was immer das heißen soll. Wir erfahren nun einiges über McCourts Ire-Sein, das sehr eng an Alkohol und Depressionen gebunden ist. Wir wundern uns über das altväterliche Vokabular der Kritikerin und ihre merkwürdig moralisierende Beurteilung des Helden. Und freuen uns schließlich, doch zu hören, dass die Kritikerin Spaß beim Lesen hatte. Übel nimmt sie nur, dass ihr mancher Prominente, den sie im Buch an New Yorker Bartresen sitzen sieht, in keinem Anhang näher vorgestellt wird. Und dass die Aufzeichnungen enden, bevor der "erzählfreudige Sauf-Ire" ein reiferes Lebensalter erreicht hat.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999

In einer Doppelrezension bespricht Bruno von Lutz Frank McCourts "Ein rundherum tolles Land" zusammen mit dem Roman seines Bruders Malachy McCourt "Der Junge aus Limerick". Dabei schneiden die Bände der McCourt-Brüder recht unterschiedlich ab. Zwar ähneln sich die beiden Romane in ihrer Thematik, allerdings findet von Lutz "Ein rundherum tolles Land" weitaus ergiebiger als "Der Junge aus Limerick". Der Rezensent begrüsst, das Frank McCourt sich - anders als sein Bruder Malachy - nicht so sehr auf Anekdotik, Gags und Pointen beschränkt. "Ein rundherum tolles Land" besteche durch die Mischung von Sentimentalität, Komik, Weisheit und Liebe. Lediglich der moralisierende Unterton schrammt nach Ansicht des Rezensenten um ein Haar das "trivial Süssliche". An Malachy McCourts Buch stört ihn das Auftürmen von Pointen, starken Sprüchen, Bettgeschichten und dergleichen mehr, garniert durch hartnäckiges name-dropping: Das sei zwar manchmal witzig, mache den Leser aber "wohl kaum klüger".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren