Bücherschau der Woche
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- Der 11.September: Eine Presseschau
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Lujo Brentano
Mein Leben im Kampf um die soziale Entwicklung Deutschlands (1931)
Klappentext
Herausgegeben und eingeleitet von Richard Bräu und Hans G. Nutzinger. Als die Autobiografie Lujo Brentanos kurz vor seinem Tod erschien, konnte er auf sechs Jahrzehnte aktiven wissenschaftlichen und politischen Lebens zurückblicken. Als Professor nacheinander an den Universität in Breslau, Straßburg, Wien, Leipzig und München tätig, entfaltete er vom Katheder und im wesentlich von ihm initiierten Verein für Sozialpolitik eine umfangreiche sozialpolitische und -reformerische Tätigkeit. Brentano war dabei einer der wenigen "liberalen Sozialreformer", für die Sozialpolitik und Arbeitsrecht nicht einfach paternalistischer Schutz der Schwächeren bedeutete, sondern die gerade umgekehrt im Sinne eines konsequent praktizierten Liberalismus durch eine Gestaltung der Ordnungsbedingungen vor allem die abhängig Beschäftigten und deren Interessenvertretungen in den Stand setzen wollten, als gleichberechtigte und artikulationsfähige Verhandlungspartner gegenüber Wirtschaft und Staat aufzutreten.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2005
Außerordentlich angetan zeigt sich Karen Horn von dieser Autobiografie Lujo Brentanos (1844 bis 1931), der Vertreter der Jüngeren Historischen Schule und Gründungsmitglied des Vereins für Socialpolitik war. Die Rezensentin verspricht einen "elegant geschriebenen, kultivierten und oft selbstkritisch-vergnüglichen Rückblick", der das Persönliche mit dem Wissenschaftlichen und der Politik verzahne - vom eigenen Werdegang bis hin zur "sozialen Frage" und zum Methodenstreit. Sie hebt hervor, dass Brentano jedes Klischee sprenge: als Anhänger des historischen Ansatzes, wie als Sozialreformer liberalen Geistes, der in tiefer Fehde mit Karl Marx lag. Brentano lehrte Jura und Nationalökonomie an den Universitäten Breslau, Straßburg, Wien, Leipzig und München; Theodor Heuss war sein Student. Das Resümee der Rezensentin: "Das Buch... begeistert als Zeitzeugenbericht."
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