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Les Belles Heures du Duc de Berry
Das Meisterwerk der Brüder Limburg
Klappentext
Faksimile. Mit 172 farbigen Miniaturen. Herausgegeben von Timothy Husband und Eberhard König. Bis heute ist Herzog Jean de Berry lebendig als Kunstliebhaber und Bibliophile, als Sammler und Auftraggeber von außergewöhnlichen Kunstschätzen und kostbaren Bilderhandschriften. Schon seine Zeitgenossen waren tief beeindruckt von der luxuriösen Ausstattung der meisten Werke seiner berühmten Bibliothek. Auch für sein persönlichstes Stundenbuch, die Belles Heures, verpflichtete der Herzog von Berry mit den drei Brüdern Paul, Herman und Jean Limburg die begabtesten Buchmaler seiner Zeit. Die Brüder Limburg wurden im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts in Nimwegen geboren, der Hauptstadt des kleinen Herzogtums Geldern an der Maas. Ihre musische Begabung kam nicht von ungefähr: Der Vater arbeitete als Holzschnitzer, und so wuchsen die drei Brüder im Handwerkerviertel auf. Nach einer Goldschmiedelehre in Paris traten Paul und Jean um 1400 in die Dienste des Herzogs von Burgund ein, der von seinem Bruder, dem Herzog von Berry, mit seiner brennenden Leidenschaft für das schöne Buch angesteckt wurde. Nach dem Tode ihres Arbeitgebers im Jahr 1404 bot Jean de Berry allen drei Brüdern eine Stelle als Hofmaler an und betraute sie gemeinsam mit dem Ausmalen des hinreißenden Stundenbuches der Belles Heures.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2004
Hingerissen. Anders kann man den Zustand pfirsichduftender Euphorie, in den Andreas Platthaus die Begutachtung einer bibliophilen Faksimileausgabe der legendären "Belles Heure" des Duc du Berry versetzt hat, nicht bezeichnen. Allerdings kam der Rezensent auch in einen exklusiven Genuss. Denn jedes einzelne der 980 hergestellten Faksimiles "kostet in der Subskriptionsfrist, die noch bis Ende 2004 läuft, knapp neuntausend Euro". Nur leihweise habe daher der Verlag dem Rezensenten das Exemplar überlassen, in ein Leintuch eingeschlagen, "das es zusammen mit zwei Schaumstoffeinlagen in dem gewichtigen Plexiglasschuber schützt". Als erstes ströme dem Leser bei der Annäherung aus den 223 Folioblättern ein "leichter Pfirsichgeruch" entgegen - ob der vom Goldschnitt stamme? Das Durchblättern sei "ein reiner Genuss", "von hinten nach vorne und zurück". Man mag den Rezensenten kaum stören, wenn er sich in "Anordnung und Ausgestaltung der Teile - Kalender, Katharinen-Legende, Offizia, Litaneien, Perikopen" vertieft, ständig erregt von dem Gedanken, "welche Hinweise auf Vorlieben und Ikonografie des Herzogs wohl jetzt zu finden sein werden". Immerhin handele es sich um "eine der schönsten illuminierten Handschriften überhaupt". Der Berliner Kunsthistoriker Eberhard König habe einen "materialreichen" Begleitband zur Edition verfasst.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.04.2004
Eine "makellose Kopie" ist dem Luzerner Faksimile-Verlag gelungen, findet Rezensent Alexander Menden. Die Reproduktion der Belles Heures, dem 1409 entstandenen Stundenbuch des Johann Herzog von Berry, ausgemalt von den Gebrüdern Limburg, zeige detailgetreu "aufwühlende Darstellungen" wie die Beerdigung einer Pestleiche, aber auch "Szenen tiefer Intimität" wie die Flucht der heiligen Familie aus Ägypten. Damit sei dem interessierten Publikum ein weiterer Weg zu dem "illuminatorischen Kleinod" geöffnet, dessen größter Teil sich in den Restaurationswerkstätten des New Yorker Metropolitan Museum of Art befindet.
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