Hinrich von Haaren beobachtet das Überleben von Beziehungen - ein Dreiecksverhältnis, eine Ehe, eine Liebschaft. Er fragt nach dem Einfluss der Überlebten auf das Weiterleben und offenbart, wie die Brisanz einer Begegnung sich erst erschließt, wenn sie dem Leben eine unerwartete Wendung gibt oder in ein persönliches Desaster zu steuern droht. Die Möglichkeiten der Liebe fordern jedoch, nichts und niemandem nachzutrauern, sondern so schnell wie möglich und mit der allergrößten Überzeugung weiterzuleben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.05.2011
Gut, das Buch ist ein Reinfall. Aber muss es deshalb auch eine langweilige Rezension sein? Dorothea Dieckmann hätte uns die ganze Durchschnittlichkeit der Figuren, den ermüdenden bis penetranten Detailreichtum, die schalen Allgemeinplätze (statt Atmosphäre), die Überambitioniertheit des Aufwands und die Unglaubwürdigkeit des Plots (bei konventioneller Erzählweise) in den drei Erzählungen von Hinrich von Haaren gut auch kürzer und vor allem etwas witziger vermitteln können. So verdoppelt sie die Enttäuschung doch.
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