Gestalten des Mittelalters

Ein Lexikon historischer und literarischer Personen in Dichtung, Musik und Kunst
Cover: Gestalten des Mittelalters
Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2007
ISBN 9783520352019
Gebunden, 504 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Horst Brunner und Mathias Herwe. Dieser Band stellt in 218 Artikeln die bekanntesten historischen und fiktiven Gestalten vor, die im Mittelalter zum Stoff von Sage und Märchen, Legende und Dichtung geworden sind und bis heute Literatur, Musik und bildende Kunst inspirieren. Gestalten wie Tristan und Artus mit seinen Rittern der Tafelrunde, Hagen und Kriemhild, Tannhäuser und Walther von der Vogelweide oder Jeanne d Arc und Richard Löwenherz prägen unsere Vorstellung vom Mittelalter. Als Sujet zahlloser Erzählungen und künstlerischer Gestaltungen sind sie im Reservoir kultureller Anspielungen und Assoziationen lebendig geblieben, so vage ihre Umrissegelegentlich bleiben mögen. Die Konturen der einzelnen Gestalten zeichnet der vorliegende Band nach. Die rund 220 Artikel schildern,ausgehend von den erhaltenen Quellen, die wichtigsten Merkmale und Lebensstationen, verfolgen die Entwicklung des Stoffs innerhalb der Literatur des Mittelalters und bieten abschließend einen Überblick über das Fortleben in den verschiedenen künstlerischen Medien der Neuzeit. Rund siebzig Abbildungen bringen Darstellungen in der bildenden Kunst und auf der Bühne vor Augen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.01.2008

Joachim Heinzle ist untröstlich. Das von Horst Brunner und Mathias Herweg herausgegebene Lexikon der Gestalten des Mittelalters nennt er eine "vertane Chance". Zu gern nämlich hätte er sich die reiche Mittelalter-Rezeption durch so einen Band erhellen lassen. Doch dazu kommt es nicht. Für Heinzle liegt das Problem im "germanistischen Fachhorizont" der Herausgeber. Der, meint er, lässt eine erschöpfende gesamteuropäische Perspektive nicht zu und ist zugleich verantwortlich für eine "unglückliche Erweiterung des Programms". Das für die Stichwörterauswahl herangezogene Kriterium des Stoff- und Typenspektrums hält Heinzle jedenfalls für vollkommen unbrauchbar. Während er Artikel zu Dante, Tell oder Beowulf im Band vergeblich sucht, sieht er sich mit "solide gearbeiteteten", doch leider häufig überflüssigen Einträgen (zu "Nobodies") reichlich versorgt.

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