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Gemeinschaftskunde
Ein handlungsorientiertes Lehrbuch
Klappentext
Bearbeitet von Heinz Andreas u.a.. "Gemeinschaftskunde" ist durch seine übersichtliche, motivierende Gestaltung und seine handlungsorientierte Themenstellung mit Methodenhinweisen ganz auf den neuen Lehrplan zugeschnitten.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.09.2000
Hans-Hermann Hartwich bespricht in einer Sammelrezension sieben neue Lehrbücher der Fächer Gemeinschafts- und Sozialkunde für verschiedene Schultypen. In seinem Fazit stellt er fest, dass der Politikunterricht heute weitgehend als Gesellschaftskunde verstanden wird und die Bedeutung der Auseinandersetzung mit den Institutionen des Staates in den Hintergrund gerückt ist.
1) "Gemeinschaftskunde" (Stam Verlag)
Das Buch folgt dem Lehrplan Baden-Württembergs und stellt die Stärkung der "Handlungskompetenz" des Schülers in den Mittelpunkt. Zwar sind, so der Rezensent, die Inhalte durchaus "konventionell", im Aufbau aber erweise sich das Werk als recht "problemnah". Zum Funktionieren eines WWW-Browsers könnten sich auch die Lehrer noch fortbilden - etwas kurz komme dagegen die Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus. Das Fazit des Rezensenten ist positiv, nur den Widerständen des Alltags werde vielleicht etwas zu wenig Rechnung getragen.
2) "Politik 3" (Schöningh Verlag)
Dieser Band konzentriert sich auf den kritischen Umgang mit Informationen und auf die Herstellung von "Problembewusstsein", so Hartwich. Das Thema Staat wird auf dem Umweg über politische Themen wie "Gefahren des Drogenkonsums" und "Ausländerfeindlichkeit" behandelt. Insgesamt ist der Band, so der Rezensent "optimal gelungen".
3) "Anstöße 3" (Ernst Klett Verlag)
Recht unzufrieden ist der Rezensent mit diesem Band, der ihm in der Auswahl der Politik-Themen beliebig und in ihrer Bearbeitung tendenziös erscheint. Statt differenzierter Auseinandersetzung gebe es vermeintlich kritische Anbiederung an Vorurteile. Gelungener, findet Hartwich, sind da schon die Aufbereitungen "gesellschaftlicher Problemlagen".
4) "Mensch und Politik" (Schroedel Verlag)
Dieser Band, so der Rezensent, gehört dringend überarbeitet. Europäisierung wie Globalisierung der Wirtschaft kämen kaum vor, zudem werde die rechtliche Seite der Gesellschaftsthemen überbetont. Immer wieder stolpere man über allzu lange Auszüge aus Gesetzbüchern. "Aspektreich und instruktiv", findet der Rezensent, ist dagegen der Themenbereich "Suchtgefährdungen" - was Hartwich aber letztlich zu wenig ist, um nicht erneut eine Neufassung des Bandes zu fordern.
5) "Demokratie verpflichtet" (Oldenbourg Verlag)
Den Anforderungen an moderne Schulpädagogik wird dieser Band, stellt der Rezensent fest, nicht gerecht. "Ein braves Werk", das sich an den Bedürfnissen des Realschulunterrichts viel zu wenig orientiere. Auf die Auseinandersetzung mit "schülernahen Themen" werde fast völlig verzichtet.
6) "Sozialkunde 10" (Bayerischer Schulbuchverlag)
Mit leisen Spitzen gegen den Freistaat Bayern wird dieser Band von Hartwich als allzu traditionell in seiner Politikauffassung kritisiert. Besonders schief, so der Rezensent, ist das Bild, das von der Europäischen Union gezeichnet wird. Auch in Sachen Didaktik habe man sich hier wenig Mühe gegeben.
7) "Durchblick" (Westermann Verlag)
Hier handelt es sich, befindet der Rezensent, um einen "stringent" gearbeiteten Band, der didaktisch einfallsreich ist und die in der Hauptschule angestrebte Vernetzung der drei Fächer Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde erfolgreich leistet. Fotos und Schaubilder runden das gelungene Werk ab.
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