Von Claudia Horbas, Gisela Jaacks, Carsten Prange und anderen. Zur Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, 2006. Hamburgs Gärten müssen im 17. und 18. Jahrhundert besonders zahlreich, schön und prächtig gewesen sein. Anhand von schriftlichen Überlieferungen, Pflanzenlisten, Karten und Ansichten - wie etwa der detailreichen Vedute des Gartens des Ratsherren Caspar Anckelmann, einer Gouache des Hamburger Blumenmalers Hans Simon Holtzbecker - rekonstruieren die Fachautoren in dieser Publikation ein anschauliches Bild der "blühenden" Hansestadt zwischen der Zeit des Barock und dem frühen 20. Jahrhundert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.06.2006
Angenehm überrascht zeigt sich Stefan Rebenich von diesem Begleitbuch zu einer Hamburger Ausstellung über hanseatische Gartenkunst. Denn das Vorwort sei karg, der Anspruch bescheiden. Doch im Buch steckt aus seiner Sicht viel mehr. Nicht nur die Bilder findet Rebenich "herrlich". Die gezeigte Vielfalt überzeugt den Rezensenten ebenso, wie der Blick des Bandes für Themen "jenseits des lokalen Bezugs". Zwar fehlt ihm manchmal die ganz große Linie, nämlich der "Blick für historische Zusammenhänge". Trotzdem überzeugt ihn der vielseitige Band durch "kundige Beiträge" Gärten bedichtender Poeten, Spaziergänge durch Volks-, Lust- und Gemüsegärten sowie einzelne biografische Skizzen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…