Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Ausgewählt von Peter Härtling. Illustriert von Hans Traxler. Einen klassischen Autor für Kinder neu zu erschließen ist ein lohnendes Unterfangen. Denn manche Vorurteile sind abzubauen; nicht immer wurden und werden Schillers Balladen im Deutschunterricht als Freude empfunden. Vermutlich kommt es darauf an, wer uns die Klassiker vermittelt. Peter Härtling und Hans Traxler zeigen das scheinbar Vertraute in neuer Perspektive und versammeln neben bekannten auch weniger bekannte, komische und humorvolle Texte des Klassikers. Dabei zeigt sich Schiller auch von einer erstaunlich nichtklassischen Seite, vor allem, wenn ihn der Alltag plagte. Als er, beispielsweise, mit dem Don Carlos nicht so recht vorankam, weil ihn der Lärm des Waschtags beim Dichten störte, machte er seinem Ärger Luft mit einer scherzhaften Bittschrift, die er an die "weibliche Waschdeputation" richtete: "Die Wäsche klatscht vor meiner Tür, / es scharrt die Küchenzofe - / und mich - mich ruft das Flügeltier / nach Königs Philipps Hofe."
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.06.2005
"Etwas behäbig" kommt diese Schiller-für-Kinder-Anthologie für den Geschmack von Rezensent Wilfried von Bredow daher. Doch Rettung erfährt die Publikation durch die "freundlich-sarkastischen" Illustrationen von Hans Traxler, die dem Buch aus Bredows Sicht dann sogar einen "genialischen Zug" verleihen. Auch spürt der Rezensent noch einen Hauch "defensiver Wohlgemeintheit" in Peter Härtlings Versuch, Schillers Gedichte, Balladen und Theaterstücke "einem coolen jugendlichen Publikum" nahezubringen.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.10.2004
Rezensent Rolf-Bernhard Essig blickt schon ins Jahr 2005 - zum 200. Todestag von Friedrich Schiller - und berichtet in einer umfassenden Sammelrezension, was es Neues gibt am Horizont der Schiller-Literatur. Der "liebevoll-ironische" Text- und Bildband, der von Peter Härtling ausgewählte Schiller-Texte mit Illustrationen von Hans Traxler verbindet, hat dem Rezensenten offenbar gut gefallen. Ob der "Schiller für Kinder" auch wirklich etwas für Kinder ist, daran hat der Rezensent allerdings so seine Zweifel, hat sein Test an einer Zwölfjährigen doch vor allem den durchschlagenden Erfolg der Bilder ("toll") bescheinigt. Die Schillerschen Balladen jedoch blieben nach Auskunft des Rezensenten "trotz Erläuterungen" nur "schwer verständlich".
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