Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher

Vorlesungen über die Lehre vom Staat

Kritische Gesamtausgabe 2. Abteilung. Vorlesungen. Band 8

Cover: Vorlesungen über die Lehre vom Staat

Walter de Gruyter Verlag, Berlin 1998
ISBN-10 311015644X
ISBN-13 9783110156447
Gebunden, 482 Seiten, 248,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Walter Jaeschke.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.10.2000

Zum ersten mal, schreibt Gert Lange, liegt hier "Schleiermachers Staatslehre" vollständig vor, die in der bisherigen Rezeption des Berliner Theologen noch kaum eine Rolle gespielt hat. Und die "Überraschung" für den Leser ist tatsächlich groß, so Lange, denn "der als Romantiker und Gefühlstheologe bald ins Abseits verbannte Gelehrte erweist sich darin als realistischer Spätaufklärer." Es zeigt sich hier, warum Schleiermachers Vorlesungen, die er zwischen 1807 und 1833 an der Berliner Universität hielt, dem König durchaus missfallen konnten, und er sogar einmal die Entlassung des "wortgewaltigen Predigers" erwog. Konsequent "idealistisch" zeigt Schleiermacher sich zwar in seiner Auffassung des Gesetzes als "allgemeine Willen", und war dadurch den Revolutionären des Vormärz zu lau. Aber ebenso konsequent geht er aus vom grundsätzlichen "Gegensatz von Obrigkeit und Untertan", der den Staat konstituiert. Lange betont, dass die Regulationspflicht des Staates und die Verpflichtung des "Privateigentums zum allgemeinen Besten", wie Schleiermacher sie formuliert hat, immerhin Probleme benennt, die bis heute nicht "gegenstandslos" geworden sind.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.04.2000

"In vorbildlicher Weise" ediert findet Eberhard Jüngel die politologischen Vorlesungen Schleiermachers in dieser von Walter Jaeschke besorgten Ausgabe, auch wenn er ein Sachregister schmerzlich vermisst. An Schleiermachers Vorlesungen streicht der Rezensent in seiner ausführlichen Besprechung vor allem den "überaus lebendigen" mündlichen Charakter heraus - denn es handelt sich um Mitschriften. Zum Verhältnis von Staat und Kirche findet Jüngel bis heute gültige Überlegungen. In seiner Kritik zeichnet der Rezensent auch Schleiermachers Weg an die Universität Berlin nach und erinnert daran, wie misstrauisch der Philosoph und Theologe von den Autoritäten beäugt wurde. Jüngel zitiert einen Satz, in dem sich Schleiermacher gegen den Vorwurf wehrt, er sei ein Jakobiner. Als sehr interessant hebt der Rezensent auch Passagen hervor, in denen Schleiermacher die Autonomie der privaten, der gesellschaftlichen, der religiösen und der Bildungssphäre gegenüber dem Staat betont.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren