Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Die Fortsetzung von McCourts Lebenserinnerungen. Sie beginnt dort, wo der erste Teil, den er in "Die Asche meiner Mutter" beschrieb, endet: auf einem irischen Schiff vor der Skyline von New York. Der Funkoffizier fragt den 19jährigen Frank: Ist das hier nicht ein rundherum tolles Land?
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.11.1999
Einen leichten Vorwurf der Sentimentalität will Alexandra M. Kedves diesem neuen Erinnerungsband des irisch-amerikanischen Autors nicht ersparen. Zwar sei er "süffig" erzählt, aber wenn der Autor seine Armut und Außenseiterposition im New York der fünfziger Jahre schildert, "dann könnte er genauso gut ein Lehrersöhnchen aus Karlsruhe sein", so klischeehaft wirkten manche Textstellen. Im Grunde scheint der Autor dabei ein weiteres Mal den amerikanischen Traum zu erzählen: vom Rinderviertelschlepper zum Literaten. Am besten sei er dabei, so Kedves, wenn er gerade nicht die irischen Klischees bemühe, sondern einfach seine persönliche Geschichte, etwa als Lehrer in New York erzähle.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999
In einer Doppelrezension bespricht Bruno von Lutz Frank McCourts "Ein rundherum tolles Land" zusammen mit dem Roman seines Bruders Malachy McCourt "Der Junge aus Limerick". Dabei schneiden die Bände der McCourt-Brüder recht unterschiedlich ab. Zwar ähneln sich die beiden Romane in ihrer Thematik, allerdings findet von Lutz "Ein rundherum tolles Land" weitaus ergiebiger als "Der Junge aus Limerick". Der Rezensent begrüsst, das Frank McCourt sich - anders als sein Bruder Malachy - nicht so sehr auf Anekdotik, Gags und Pointen beschränkt. "Ein rundherum tolles Land" besteche durch die Mischung von Sentimentalität, Komik, Weisheit und Liebe. Lediglich der moralisierende Unterton schrammt nach Ansicht des Rezensenten um ein Haar das "trivial Süssliche". An Malachy McCourts Buch stört ihn das Auftürmen von Pointen, starken Sprüchen, Bettgeschichten und dergleichen mehr, garniert durch hartnäckiges name-dropping: Das sei zwar manchmal witzig, mache den Leser aber "wohl kaum klüger".
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