Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Frank McCourt

Ein rundherum tolles Land

Erinnerungen

Cover: Ein rundherum tolles Land

Luchterhand Literaturverlag, München 1999
ISBN-10 3630870341
ISBN-13 9783630870342
Gebunden, 496 Seiten, 24,54 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Die Fortsetzung von McCourts Lebenserinnerungen. Sie beginnt dort, wo der erste Teil, den er in "Die Asche meiner Mutter" beschrieb, endet: auf einem irischen Schiff vor der Skyline von New York. Der Funkoffizier fragt den 19jährigen Frank: Ist das hier nicht ein rundherum tolles Land?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.11.1999

Einen leichten Vorwurf der Sentimentalität will Alexandra M. Kedves diesem neuen Erinnerungsband des irisch-amerikanischen Autors nicht ersparen. Zwar sei er "süffig" erzählt, aber wenn der Autor seine Armut und Außenseiterposition im New York der fünfziger Jahre schildert, "dann könnte er genauso gut ein Lehrersöhnchen aus Karlsruhe sein", so klischeehaft wirkten manche Textstellen. Im Grunde scheint der Autor dabei ein weiteres Mal den amerikanischen Traum zu erzählen: vom Rinderviertelschlepper zum Literaten. Am besten sei er dabei, so Kedves, wenn er gerade nicht die irischen Klischees bemühe, sondern einfach seine persönliche Geschichte, etwa als Lehrer in New York erzähle.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999

In einer Doppelrezension bespricht Bruno von Lutz Frank McCourts "Ein rundherum tolles Land" zusammen mit dem Roman seines Bruders Malachy McCourt "Der Junge aus Limerick". Dabei schneiden die Bände der McCourt-Brüder recht unterschiedlich ab. Zwar ähneln sich die beiden Romane in ihrer Thematik, allerdings findet von Lutz "Ein rundherum tolles Land" weitaus ergiebiger als "Der Junge aus Limerick". Der Rezensent begrüsst, das Frank McCourt sich - anders als sein Bruder Malachy - nicht so sehr auf Anekdotik, Gags und Pointen beschränkt. "Ein rundherum tolles Land" besteche durch die Mischung von Sentimentalität, Komik, Weisheit und Liebe. Lediglich der moralisierende Unterton schrammt nach Ansicht des Rezensenten um ein Haar das "trivial Süssliche". An Malachy McCourts Buch stört ihn das Auftürmen von Pointen, starken Sprüchen, Bettgeschichten und dergleichen mehr, garniert durch hartnäckiges name-dropping: Das sei zwar manchmal witzig, mache den Leser aber "wohl kaum klüger".

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren