Bücherschau der Woche
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Fräulein Rabbiner Jonas
Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden? Eine Streitschrift von Regina Jonas
Klappentext
Herausgegeben von Elisa Klapheck.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2000
In einer "hervorragenden Edition" hat die Chefredakteurin der Zeitschrift "jüdisches Berlin" die Abschlussarbeit der jungen Regine Jonas von 1930 (an der damaligen Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums) wieder zugänglich gemacht, freut sich Rezensent Jakob Hessing. Zu Beginn seiner Besprechung würdigt er Berlin als wichtigen Ort des modernen Reformjudentums, dessen Tragik in der schnellen Zerstörung durch den Nazionalsozialismus lag. Aus Berlin stammte auch die 1944 in Auschwitz ermordete Regine Jonas, aber nicht aus dem reichen und assimilierten Berliner Westen, sondern aus dem von "Ostjuden" bewohnten Scheunenviertel. Sie protestierte gegen die Diskriminierung der Frauen aus streng orthodoxer, also nicht reformerisch-liberaler Sicht. Die Neuedition macht ihre Argumente auch dem interessierten Laien gut zugänglich, findet Hessing. Zudem hat Elisa Klapheck, so der Rezensent, sich in einer "informationsreichen Einführung" auch mit den nachfolgenden Kämpfen um Regine Jonas' Status (das Rabbinatsdiplom erhielt sie 1935) und den heutigen Stand der Dinge in Sachen weibliches Rabbinat beschäftigt.
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