Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Else Lasker-Schüler, Kevin Vennemann (Hrsg.)
IchundIch
Klappentext
Anfang der vierziger Jahre läßt die aus Deutschland geflüchtete Else Lasker-Schüler die prominentesten Nazis zur Hölle fahren: In dem im Jerusalemer Exil geschriebenen, zu Lebzeiten unveröffentlichten Stück IchundIch rechnet sie mit dem Hitlertum ab, rasant setzt sie ihr politisches Weltgericht in Szene. Goethes Faust-Personal gibt sich mit Personen der Zeitgeschichte ein Stelldichein. Marthe Schwerdtlein flirtet unverhohlen mit Goebbels, den Mephisto nebst Göring, Heß und von Schirach zu einem Geschäftsessen empfängt. Am Ende dieses "Höllenspiels" verliert Hitler "die geraubte Welt" und versinkt mit all seinen Schergen rettungslos im Höllenschlamm. Die vorliegende Textausgabe basiert auf dem einzigen im Nachlaß überlieferten Typoskript von IchundIch, Anmerkungen und ein Nachwort erhellen die Entstehungsgeschichte und Bezüge des Stückes.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.03.2010
In einer Doppelrezension zeigt sich Beate Tröger tief beeindruckt von Else Lasker-Schülers nun erstmals vollständig abgedrucktem Theaterstück "Ichundich" und sehr verärgert von einer neuen Biografie der Dichterin. In "Ichundich" treten unter anderem die Dichterin selbst, Regisseur Max Reinhardt, einige alttestamentarische Könige sowie Hitler, Ribbentrop und Himmler auf, zudem werden Motive des klassischen Literaturkanons mit Versatzstücken aus dem eigenen Werk collagiert, erklärt Tröger. Das Drama, das zwischen 1940 und 1941 im Exil in Palästina entstand, findet ganz neue Sprach- und Ausdrucksformen für die Exilerfahrung und die historische Situation, preist die Rezensentin. Sie staunt dabei nicht zuletzt über die "politische Hellsichtigkeit" des Stücks, die auch Mitherausgeber Kevin Vennemann in seinem erhellenden Nachwort hervorhebt, wie sie uns wissen lässt.
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