Herausgegeben von Jan Erik Schulte, Peter Lieb und Bernd Wegner. Die in diesem Band versammelten Texte einschlägig ausgewiesener Experten erkunden bislang vernachlässigte Themenbereiche und entwickeln neue Fragestellungen zur Geschichte der bewaffneten SS. Zu ihnen gehören biografie-, struktur-, sozial- und operationsgeschichtliche Ansätze. Es wird nach der Rolle des weiblichen Personals in der Waffen-SS, nach Netzwerken innerhalb des Führerkorps sowie nach der Motivation von ausländischen Freiwilligen und Zwangsrekrutierten gefragt. Das Buch bietet auch Studien zu Soldaten, die aus Jugoslawien, Rumänien, Estland, Dänemark und Norwegen stammten. Sowohl Kriegsverbrechen als auch die Beteiligung von Waffen-SS-Einheiten am Holocaust werden beispielhaft erläutert. Die militärischen Leistungen der Waffen-SS auf dem Schlachtfeld sind Gegenstand exemplarischer Analysen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.01.2015
Sehr lesenswert im Hinblick auf den neuesten Forschungsstand in Sachen Waffen-SS findet Thomas Schnabel den von Erik Schulte, Peter Lieb und Bernd Wegner herausgegebenen Band, der auf zwei Tagungen zum Thema zurückgeht. Sowohl die Rolle der Truppenkameradschaften und Freiwilligen aus den besetzten Gebieten, als auch die Verbindung von Waffen-SS und Totenkopfverbänden der SS wird Schnabel in den meist auf Dissertationen beruhenden insgesamt 23 Beiträgen deutlich. Neben solchen Schwerpunkten bietet ihm der Band Vielfalt und Relevanz in großer Bandbreite, sodass eine Besprechung, wie der Rezensent schreibt, nicht ausreicht, um sie zu erfassen. Als erster wissenschaftlicher Sammelband zur Geschichte der Waffen-SS überhaupt, so zitiert Schnabel die Herausgeber, scheint ihm das Buch allerdings jeder Wertschätzung würdig.
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