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Der Verleger Johann Friedrich Cotta
Chronologische Verlagsbibliographie 1787-1832. 3 Bände
Klappentext
Herausgegeben vom Deutschen Literaturarchiv. Bearbeitet von Bernhard Fischer.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.07.2004
Akribisch zusammengestellt ist diese "aus den Quellen recherchierte" Verlagsbiografie, lobt Rezensent Alexander Honold. Wer in den schweren, großformatigen Dünndruckbänden die schier endlosen Reihen klangvoller Werke und Namen Revue passieren lasse, könne nur zu der Einsicht gelangen, das der Verleger Johann Friedrich Cotta als "kreativer und fantasievoller Organisator eine treibende Kraft des Entstehens einer deutschen Nationalliteratur" gewesen sei. Die "sogenannte Goethezeit" erwies sich im Licht des Cotta'schen Bücherverzeichnisses für den Rezensenten schlicht als die Epoche des Cotta-Verlages. Die Dokumentation der entscheidenden Publikations- und Vertriebsorgane ist für Honold auch "nicht die schlechteste Art, Literaturgeschichte zu schreiben". In den "spröden Datenkolonnen" dieses chronologisch voranschreitenden und kommentierten Verzeichnisses der Bücher, Grafiken, Periodika und Kommissionstitel des Verlags verbergen sich für Honold Meisterwerke und epochale Umbrüche. Aber auch die als Faksimile beigefügten Druckberichte und Kalkulationen findet der Rezensent sehr aufschlussreich.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.12.2003
Als "hinreißenden Schmöker", über dem ins "Träumen geraten kann, wer für die Magie von Titeln und von Daten empfänglich ist, würdigt Rezensent Lothar Müller diese mit der "gebotenen Sorgfalt" gedruckte und mit Faksimiles aus dem Verlagsarchiv ausstattete Bibliografie des Cotta Verlags von Bernhard Fischer. Chronologisch geordnet, verzeichnet Fischer darin nicht nur alle Bücher, Zeitschriften, Almanache, Zeitungen und grafischen Werke, die zwischen 1787 und 1832 im Cotta Verlag erschienen sind, so Müller, sondern auch die Bücher, die der Verlag lediglich in Kommission hatte, sowie die, die angekündigt waren, aber nicht erschienen sind. Den Aufstieg Cottas zum "Verleger der deutschen Klassiker" und "Napoleon der Buchhändler" zeichnet Fischer in einem "klaren, knappen" Überblick nach. Fischers Einschätzung, Cottas expandierendes Unternehmen sei ebenso sehr "Ausdruck wie Agent einer literarischen, politischen und wissenschaftlichen Revolution" (Fischer), kann Müller - zumal sie in dieser Verlagsbibliografie detailliert belegt werde - nur zustimmen. Auch Fischers Auffassung, dass diese Bibliografie "Aussagekraft für das gesamte Buchwesen der Goethezeit hat" pflichtet er bei. Darüber hinaus erblickt Müller in Fischers Bibliographie eine "Fundgrube" der Kriegs-, Verfassungs-, Wissenschafts- und Kulturgeschichte. "In unüberbietbarer Konkretion macht sie die 'Goethezeit' als Ära revolutionärer Beschleunigung und Dramatisierung der Geschichte begreifbar."
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.05.2003
Als einen der bedeutendsten Verlage des 19. Jahrhundert, vergleichbar dem heutigen Suhrkamp-Verlag, beschreibt der "rbl" zeichnende Rezensent den Cotta-Verlag. Unter der Regie Johann Friedrich Cottas, von Zeitgenossen der Napoleon unter den Buchhändlern genannt, wurde der Verlag zu einer Institution, der die größten Autoren der Zeit - Goethe, Schiller, Hölderlin, Herder, Humboldt - publizierte, weiß der Rezensent. Zu seiner Freude gewähren die in Bernhard Fischers "Chronologischer Verlagsbibliographie" aufgeführten und "minuziös" bibliographierten und kommentierten 2.200 Titel aus der Zeit von 1787 bis 1832 einen "ganz neuen Blick auf die Entwicklung des Verlags" und fügen sich obendrein zu einem "geistesgeschichtlichen Panorama der Goethe-Zeit". Zudem zeichnet sich Fischers Bibliographie nach Einschätzung des Rezensenten durch eine "informative Verlagsgeschichte", zahlreiche Faksimiles und einen "vorzüglichen Registerband" aus.
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