Das gesprochene Wort

Große Stimmen des 20. Jahrhunderts. 25 CDs
Cover: Das gesprochene Wort
Deutsche Grammophon, Hamburg 2006
ISBN 9783829116480
CD, 129,90 EUR

Klappentext

25 CDs. Gesamtlaufzeit ca. 28 Stunden. Sprecher: Christoph Bantzer, Ernst Deutsch, Evelyn Hamann und viele andere.
Dramen: Friedrich Schillers "Die Räuber", "Kabale und Liebe", "Don Karlos", "Wallensteins Tod", "Maria Stuart", "Wilhelm Tell"; Max Frischs "Andorra"; Gotthold Ephraim Lessings "Nathan der Weise"; William Shakespeares "Hamlet".
Gedichte, Balladen, Prosa: Maria Becker und Ernst Ginsberg sprechen "Balladen" von Friedrich Schiller; Will Quadflieg spricht "Gedichte" von Gottfried Benn; Peter Lühr spricht "Gedichte" von Eichendorff; Martin Held spricht "Gedichte und Prosa" von Heinrich Heine; Marie Luise Kaschnitz spricht "Gedichte und Prosa" (Autorenlesung); Oskar Werner spricht Gedichte verschiedener Autoren; Klaus Kinski spricht "Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund" von Francois Villon.
Erzählungen, Stories: Günter Lamprecht liest "Erpresser schießen nicht" von Raymond Chandler; Christian Quadflieg liest "Das goldene Hufeisen" von Dashiell Hammet; Evelyn Hamann liest "Katzengeschichten" von Patricia Highsmith; Ulrich Wildgruber liest "Das Urteil" und andere Erzählungen von Franz Kafka; Will Quadflieg liest Thomas Manns "Herr und Hund" und Rainer Maria Rilkes "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke"; Gerd Wameling liest "Eine Mordschance" von Henry Slesar; Christioph Bantzer liest "Der Unbesiegte" und andere Stories von Ernest Hemingway.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.06.2006

Einen Orden für die Deutsche Grammophon fordert Rezensent Ijoma Mangold. Mit der Wiederveröffentlichung von alten Schallplattenaufnahmen belebe das Label auch das honorig-bildungsbürgerliche Genre der Dramen-Einsprechung neu. Gerade diese, so der Rezensent, sei doch neben der Lyrik letztlich der angemessene Gegenstand für CDs, und weniger Romane und Erzählungen. In seiner Begeisterung insbesondere für die vertonten Lessing-Dramen erfindet Iljoma Mangold die Bezeichnung "konzertantes Drama" für dieses Genre, denn hier würde der Rhythmus und die "rhetorische Struktur" der Dramen quasi musikalisch hörbar. Bei den gelesenen Prosatexten wiederum begeistern den Rezensenten die großen Sprecher wie Ulrich Wildgruber, Will Quadflieg oder Klaus Kinski mit seiner nahezu wahnsinnigen Lesung von François Villon. Die einzige Kritik des Rezensenten gilt der unzureichenden Präsentation, die sich bei den mangelhaften oder fehlenden Informationen zu den einzelnen Sprechern besonders schmerzhaft bemerkbar macht.
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