Christopher McDougall suchte eine Antwort auf eine vermeintlich einfache Frage: Warum tut mir mein Fuß weh? Wie er sind Millionen von Hobbyläufern mindestens einmal im Jahr ernsthaft verletzt. Nach unzähligen Zyklen des Dauerschmerzes, der Kortisonspritzen und immer neuer Hightech-Sportschuhen stand McDougall kurz davor, zu kapitulieren und die Diagnose der Mediziner ein für alle Mal hinzunehmen: Sie sind einfach nicht zum Laufen gemacht. Stattdessen hat sich der Journalist weit abseits der kostspieligen Empfehlungen von Ärzten und Ausrüstern auf eine abenteuerliche Reise zu den geheimnisvollsten und besten Läufern der Welt begeben. Eine Reise, die McDougall in die von Mythen erfüllten Schluchten der Copper Canyons in Mexiko führen sollte, wo ein Volk lebt, das sich seit Jahrhunderten unter extremen Bedingungen seine Lebensweise bewahrt hat. Die Tarahumara verkörpern den menschlichen Bewegungsdrang in seiner reinsten und faszinierendsten Form. Laufen über lange Strecken ist für sie so selbstverständlich wie atmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2010
Die Rezensentin entschuldigt sich und geht erstmal laufen, barfuß natürlich. Nach der Lektüre von Christopher McDougalls Buch übers Laufen auf blankem Fuß offenbar kein Wunder. Als mitreißend und lehrreich beschreibt Manuela Lenzen ihre Leseerfahrung. Das Buch ist für sie Abenteuergeschichte und Lifestylefibel in einem, berichtet der Autor darin doch über Enthnologie, Evolution, aus der Sportschuhindustrie und von den mexikanischen Ureinwohnern der Tarahumara. Verrückte Typen, die wirres Zeug reden, und ein Sportschuh, der krank macht, bringen die Rezensentin nicht aus der Ruhe, wenn sie dem Autor ins Paralleluniversum des Ultralangstreckenlaufs hinterherrennt.
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