Nach der ersten "Galgenlieder"-Gesamtausgabe von 1931 bei Bruno Cassierer in Berlin
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2000
Fast vergessen seien diese "Galgenlieder" inzwischen, klagt Joachim Kalka, dabei sind sie für ihn ein "Grundwerk des deutschen Sprachspiels, Tiefsinns und Unsinns". Er skizziert kurz die Position Morgensterns in der deutschen Lyrik "zwischen Nietzsche und dem Surrealismus" und betont vor allem Morgensterns Staunen über die Möglichkeiten von Sprache. Den Band findet er "sorgfältig gemacht", auch wenn er gern die Typographie der Originalausgaben aus den zwanziger Jahren, eine besondere Antiqua, wiedergesehen hätte. Am Ende wünscht sich Kalka, dass möglichst viele Leser sich dieses Brevier in die Tasche stecken mögen.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…