Herausgegeben von Claudia Mertz-Rychner, Gunter Nickel, Walter Obschlager. Die Korrespondenz zwischen Carl Zuckmayer und Carl Jacob Burckhardt erstreckt sich über einen Zeitraum von achtundzwanzig Jahren, die Zeit von 1956 bis 1974. Diese hier edierten Briefe von Carl zu Carl waren mehr als ein Gesprächsersatz, sie boten auch die spielerische Möglichkeit, literarische Formen zu erproben: Naturschilderungen, Hundegeschichten, Portraits, anekdotische Beschreibungen bedeutender Persönlichkeiten - die beiden Freunde wetteiferten miteinander nicht ohne Ehrgeiz. Daneben wurde selbstverständlich auch mancher Blick hinter die Kulissen des literarischen Lebens geworfen. Die Edition wird durch Zuckmayers Briefwechsel mit Max Frisch sowie die Dokumentation "Carl Zuckmayer - Friedrich Dürrenmatt" ergänzt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2000
In dieser Jahrbuchausgabe des „ein wenig in Vergessenheit geratenen“ Zuckmayer sind die Beziehungen des Schriftstellers zu seinen zeitgenössischen Kollegen Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und Carl J. Burckhardt dokumentiert. Dabei nehme Burckhardt, so Rezensent MZ, eine gewichtige Rolle in der Korrespondenz zwischen den Jahren 1956 und 1974 ein. Eine ungewöhnliche „Aufmerksamkeit und Offenheit“ zeichne den Briefwechsel zwischen diesen zwei „so ungleichen Partnern“, die sich bis ins hohe Alter Alltagsbegebenheiten anvertrauten. Viel reservierter muss wohl das Verhältnis zu den Schreibkollegen Frisch und Dürrenmatt gewesen sein. Eine „hervorragend“ kommentierte Edition, (das Werk von Claudia Mertz-Rychner und Gunther Nickel), wird abschließend in der Rezension hervorgehoben. Die Briefe sind auch im Zuckmayer-jahrbuch, Band 3, Jahrgang 2000, enthalten.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…