Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bertolt Brecht

'Wie ich mir aus einem Roman gemerkt habe...'

Früheste Dichtungen

Cover: 'Wie ich mir aus einem Roman gemerkt habe...'

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN-10 3518417673
ISBN-13 9783518417676
Gebunden, 235 Seiten, 19,80 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Jürgen Hillesheim. Mit zeitgenössischen Texten anderer Autoren zu gleichen Themen. Der Band vereinigt erstmals sämtliche Dichtungen Brechts, die bis Anfang 1916 entstanden sind. Sie dokumentieren die kontinuierliche Entwicklung eines literarischen Talents, das nur ein Ziel kannte: ein großer Dichter zu werden. Die Texte und die ergänzenden Selbstaussagen Brechts zeugen von den Bemühungen des Schülers, sich das schriftstellerische "Handwerk" anzueignen, vom geradezu strategischen Vorgehen, wenn es darum ging, sich als Autor durchzusetzen, und von seiner Bereitschaft, sich nach Beginn des Ersten Weltkriegs den politischen "Forderungen des Tages" anzupassen, als er erstmals die Möglichkeit hatte, Beiträge in Augsburger Tageszeitungen zu publizieren. Dass der Nationalismus dieser Texte in der Tat vorgegeben ist, Brecht mit den verschiedenen Genres spielt, belegt in beeindruckender Deutlichkeit eine Reihe von Kriegsdichtungen anderer Autoren zum gleichen Thema, die in den gleichen Zeitungen erschienen sind und seinen Texten direkt gegenübergestellt werden.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.08.2006

Die Brecht-Forschung ist sich mit dem Autor selbst im Grunde einig, wo die Grenze zwischen dem eigentlichen Werk und den Frühschriften zu ziehen ist - nämlich am 13. Juli 1916, mit Erscheinen des Textes "Das Lied von der Eisenbahntruppe vom Fort Donald". So gehört das gereimte Schwärmen über die Opferbereitschaft von 1914 wie viele Texte des Schülers Eugen Berthold Brecht gewiss noch nicht zu den literarisch und auch sonst satisfaktionsfähigen Texten. Lehrreich ist die Lektüre, daran lässt der Rezensent Manfred Koch keinen Zweifel, dennoch und erst recht. Klar sei aus dem hier Versammelte abzulesen, mit welcher Entschiedenheit sich Brecht zum Dichter bildete und früh schon Pläne machte, wie er es zum Weltruhm bringen kann.

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