Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.07.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "Id." bezeichnet die Veröffentlichung der Dissertation von Alexander Wöll, die drei hauptsächliche Typen des Doppelgängers in der russischen Literatur beschreibt, als "elegant geschrieben, wenn auch sekundärliterarisch überfrachtet" und bemängelt, dass es Wöll nicht gelungen ist, das "`herbe Diktat der binären historischen Struktur` der russischen Kulturentwicklung" in seinen Forschungsansatz zu integriert. Statt dessen widme sich Wöll nur den drei Motivkreisen, die er für typisch hält, die aber nach Auffassung des Rezensenten auch in anderen Literaturen vorkommen. Abgesehen davon attestiert der Rezensent dem Autor "souveräne Materialbeherrschung" und korrekte Umsetzung, ist aber von dessen psychologisierenden Ansatz etwas genervt.
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