Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 11.38 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Dieter Kühn

Frau Merian!

Eine Lebensgeschichte

Cover: Frau Merian!

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN-10 3100415078
ISBN-13 9783100415073
Gebunden, 647 Seiten, 24,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Sie war eine selbstbewusste, unbeirrbare Frau, eine Naturkundlerin und eine bedeutende Malerin: Maria Sibylla Merian (1647-1717), Tochter von Matthäus Merian, gehört zu den großen Frauengestalten der deutschen Kulturgeschichte. Ihre Aquarelle und Kupferstiche sind berühmt, die Geschichte ihres Lebens ist einzigartig. Sie lernte das Zeichnen und Kupferstechen von ihrem niederländischen Stiefvater, heiratete den Maler Johann Andreas Graff, brachte zwei Töchter zur Welt, verließ ihren Mann und lebte einige Jahre in einer pietistischen Gemeinde. Den Höhepunkt aber bildete ihre abenteuerliche Schiffsreise in das ferne und exotische Surinam, wo sie sich, wie stets in ihrem Leben, mit großer Leidenschaft der Welt der Pflanzen und Insekten widmete. Dieter Kühn zeichnet in seiner Biografie anhand bislang unbeachteter Quellen ein neues Bild von Frau Merian.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.04.2002

Rolf-Bernhard Essig bespricht eine überaus gelungene Biografie von Dieter Kühn über die Naturkundlerin Sybilla Merian. Das, was für den Autor zu einem Problem hätte werden können, nämlich, dass es nur wenige verbürgte Daten zu Merian gibt, umschiffe dieser geschickt, indem er Merian eher indirekt präsentiert, auf umfassenden Umwegen über den kulturellen Hintergrund des 17. Jahrhunderts. Dabei trete er selbst nicht hinter dem Objekt seiner Recherchen zurück, sondern berichte mit großem Selbstbewusstsein auch über seine eigene Arbeit und deren Subjektivität. Diese "Selbstreflexion" möge zwar manch einem Leser eher unangenehm sein, aber da sie durchaus ihren Sinn habe, sei über diesen Kritikpunkt doch eher hinwegzusehen, befindet der Rezensent. Das einzige, was er wirklich zu bemängeln hat, ist die Tatsache, dass Zeittafel, Register und Quellenverzeichnis fehlen, was bei einer derartigen Detailfülle doch überaus hilfreich gewesen wäre.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 21.03.2002

Elke von Radziewsky ist begeistert. "Ein wunderbares Buch" ist diese Biographie der Maria Sibylla Merian von Dieter Kühn. Zwar ist die haarkleine Recherchearbeit, mit der sich der Autor von Insektenkunde angefangen bis hin zu Informationen über die Verlegerbranche in das Leben der Frau Merian einarbeitet, vielleicht eine Spur zu "akribisch", gibt die Rezensentin zu verstehen - sie hat durch eben diese Genauigkeit in der Darstellung so manches Mal an die "Lehrstücke" der "Sendung mit der Maus" denken müssen. Aber für den ungeduldigen Leser ist dieses Buch ohnehin nichts, so Elke von Radziewsky weiter, denn der Autor "repetiert" Familiengeschichte und das über "Generationen" hinweg. Aber als erzählender Beoachter führe der Autor, selbst forschend, wandernd und suchend gelungen und spannend durch die Lebens- und Forschungswelten der Merian und vermag so den "von detailversessener Neugierde" angetriebenen Leser zu beglücken.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren