Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.03.2002
Westforschung gibt es seit dem Versailler Vertrag - sie wollte ihn damals rückgängig machen und dafür "wissenschaftlich" begründen, warum die Gebiete Elsass-Lothringen, Eupen-Malmedy, Saarland und Luxemburg ihrem Wesen nach "deutsch" seien. Ihre Hochzeit hatte sie im Nationalsozialismus, aber Institute zur Westforschung gibt es auch heute noch in Münster, in den Niederlanden und in Belgien, klärt Rezensent Frank-Rutger Hausmann zunächst auf. Ein wichtiges Thema, findet Hausmann - und ein Buch, das Aufmerksamkeit verdient. Denn es enthält einiges Neue und Bedenkenswerte - zum Beispiel über die Kollaboration von niederländischer Bürokratie und Wissenschaft mit deutschen Westforschern und "Raumplanern" und über die Kontinuität der Westforschung nach 1945 bis heute. Auch wenn ihm einige Thesen überzogen erscheinen und ihm die Sprache der Studie überhaupt nicht gefällt - zu denunziatorisch, und zu polemisch, dabei auch noch "holprig", schimpft er - wünscht Hausmann dem "brisanten" Buch weite Verbreitung.
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