Viele Unternehmen gleichen Festungen; sie bieten den "Insassen" Geborgenheit, werden gegen "Feinde" verteidigt und schirmen "erfolgreich" gegen störende Signale von außen ab. Jene, die aufrütteln möchten, fordern "Zelte statt Paläste" oder sehen gar die Unternehmensgrenzen verschwinden. Allianzen, Netzwerke und ein ernstgemeintes Stakeholder-Management führten nahezu automatisch in diese Richtung. Die Herausgeber der Reihe Innsbrucker Kolleg für Unternehmensführung sehen die Unternehmensführung in einem Dilemma zwischen einer notwendigen Konzentration auf die Entwicklung der inneren Ressourcen des Unternehmens einerseits und andererseits einer ebenso notwendigen Öffnung des Unternehmens, für die allerdings entsprechende "Preise" zu entrichten sind. Der Themenband zeigt anhand vielfältiger Beispiele aus Wissenschaft und Praxis, wie sich dieses Dilemma am besten auflösen lässt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.03.2002
"Lesenswerte Anregungen" bietet dieser "interessante" Sammelband über neue Herausforderungen von Unternehmen, lobt Hartmut Kreikebaum. Den Titel müsse der Leser dabei als rhetorische Frage auffassen, denn inhaltlich gehe es nicht um die Umstrukturierung ganzer Firmen, sondern um ihre Anpassung an zeitgemäße Veränderungen. So setzten die Autoren, referiert der Rezensent, auf das Unternehmen als "lernende Organisation", auf eine stärkere Internetpräsenz in der Öffentlichkeitsarbeit und das Online-Business. Den Band findet Kreikebaum insgesamt hoch interessant, beschwert sich aber über das Sachregister, das dringend überarbeitet werden müsse.
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