Ulrich Beck hielt im November 2001 vor dem russischen Parlament eine Rede, in der er sich mit den Themen Terror und Krieg, wirtschaftliche Globalisierung und Neo-Liberalismus sowie mit dem Verhältnis der Staaten zu ihrer Souveränität befasste. Der terroristische Widerstand gegen Globalisierung hat das genaue Gegenteil dessen bewirkt, was er bezweckte - er hat eine neue Ära der Globalisierung der Politik und des Staates eingeleitet: die transnationale Erfindung des Politischen durch Vernetzung und Kooperation.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.02.2002
Florian Coulmas kann den Argumenten des Autors, den er als den verdienstvollen Schöpfer des Begriffs der "Risikogesellschaft" rühmt, nicht zustimmen. Wortreich widerspricht er der These Becks, die Wörter versagten angesichts der Geschehnisse in der Welt und argumentiert, dass die Probleme wie Globalisierung, Terror, Kriege und Umweltzerstörung keineswegs ein "Sprachproblem" seien. Der Rezensent findet den Titel des Buches schlicht "kokett" und sieht die Ansichten des Autors "in jedem Satz widerlegt". Das ändert allerdings für Coulmas nicht daran, dass manches, was Beck zur Weltlage zu sagen hat, "bedenkenswert" ist.
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