Druck in zwei Farben auf chlorfrei gebleichtes, alterungsbeständiges Werkdruckpapier. Ziegenvollederband mit Ledertitelschildchen, Echtgoldprägungen, Kopffarbschnitt, Fadenheftung; Buchformat: 16 x 23,7 cm. Mit der "Theory of Games and Economic Behavior" (1944) gelang es erstmals, eine Theorie über interaktives Verhalten in ein Modell zu gießen. Die Spieltheorie überträgt mit Hilfe der Mathematik Erkenntnisse über das menschliche Verhalten bei Spielen wie Schach oder Poker auf die Wirtschaft. Solche Spiele haben mit dem Verhalten von Unternehmen am Markt gemeinsam, dass dazu erfolgversprechende Strategien benötigt werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2002
Es kommt in den Wirtschaftswissenschaften nicht oft vor, dass Forscher es schaffen, mit einer einzigen Abhandlung eine neue Denkrichtung zu etablieren, weiß Rezensent Claus Tigges. Der Mathematiker John von Neumann und der Ökonom Oskar Morgenstern haben das mit ihrem Band "Theory of Games and Economic Behavior", in dem sie die Spieltheorie vorstellten, vor sechzig Jahren zuwege gebracht, so der Rezensent. Das Buch sei, zitiert Tigges den Bonner Nobelpreiträger Reinhard Selten, ein Monument der Wirtschaftsgeschichte, das einen tiefen Einblick in die Anfänge der Spieltheorie gewähre und wichtige Instrumente zur Modellierung von Spielsituationen enthalte. Nun liegt es in einer "schönen" Faksimile-Ausgabe samt einem begleitenden Kommentarband vor, freut sich Tigges, weist aber auch darauf hin, dass der Leser zum Verständnis mehr mathematische Kenntnisse benötige, als "in einem gymnasialen Grundkurs" erworben.
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